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| Oh! Ein Besucher!?
Jippiiieee! Hallo erst mal! Schön, dass du es hier her
geschafft hast. Ich bin Daniel's Elektronischer Begleiter
in Boston, kurz DEBB. Ich hoffe, er hat nichts dagegen,
dass ich mich einfach so mal ins Internet gehackt habe. Er ist in Boston viel zu sehr mit
Extremsportarten wie Ultimate Frisbee, Kite-Surfen, UFO-fliegen und natürlich auch mit
seiner Diplomarbeit beschäftigt. Damit ihr zu Hause dennoch mitbekommt, was euer Sohn,
Bruder, Engel, Neffe, Cousin, Enkel, Kumpel, Whatever den ganzen Tag über so treibt
gibt's hier die aktuellsten Vorkommnisse unabhängig, objektiv und ohne jedwede Rücksicht
*muhaha* erzählt. An wichtigen Stellen auch mit Beweisfotos! :-).
Also dann, viel Spaß beim Lesen!
DEBB
P.S. Kleine technische Information am Rande: Der aktuelleste Artikel
wird immer oben erscheinen. => Solltest du zum ersten Mal hier sein: Guckst du unten!
P.P.S. Daniel weiß nicht's von dieser Seite. Für Rechtschreib-
oder Syntaxfehler ist er damit selbstverständlich NICHT verantwortlich. Flames gehen an
mich. Für Fragen und Anregungen erreichst du mich unter DEBB@gurdan.de
.
P.P.P.S. Dir wird vielleicht auffallen, dass an Stelle der, nach dieser Einleitung wohl
erwarteten, auktorialen Erzählsituation in sämtlichen Berichten von der ersten Person
Singular Gebrauch gemacht wird. Diese Formulierungen beziehen sich, zur besseren
Nachvollziehbarkeit evtl. involvierter Gefühle, tatsächlich auf Daniel, nicht auf mich.
P.P.P.P.S. Solltest du rechts kein Gästebuch sehen: Guckst du hier! |
| Dienstag,
24.10.2006: ?!?? Stell dir vor ...
... du bekommst von deiner Freundin eine Schlafbrille aufgesetzt und
wirst damit - blind! - ohne Vorwarnung, nichtsahnend aus der Wohnung geführt. Weiter in
den Fahrstuhl, nach unten, dann raus aus dem Haus. Du ignorierst kichernde Passanten. Du
wirst weitergeführt bis zu Straße. Dort hörst du ein Auto vorfahren und wirst gezwunden
einzusteigen. Du begrüßt den Fahrer, der keinen Laut von sich gibt. Durch die
Schlafbrille siehst du ein grell weißes diffuses Licht schimmern. Das Auto fährt los, im
Radio läuft Antenne Bayern. Der Türzumachknopf ist mehr oder weniger rechteckig, mehr
bekommst du über dieses Auto nicht heraus. Das weiße Licht erlischt. Das Auto fährt
inzwischen kreuz und quer. Schon nach wenigen Minuten macht der Straßenverlauf für dich
keinen Sinn mehr. Angstschweiß steht dir im Gesicht. Zum Glück siehst du dich nicht. Da
ist wieder das weiße Licht! Plötzlich geht dir auch eins auf: Das muss ne Handykamera
sein! Das Licht verlischt wieder. Hast du es dir nur eingebildet? Du klammerst dich an der
Hand deiner Freundin fest und weißt nicht was mit dir geschieht. Das Auto fährt und
fährt. Schon lange hast du die Orientierung verloren. Irgendwann biegt das Fahrzeug in
einen vermeintlichen Waldweg ein, was du aus der extrem holprigen Straße schließt. Die
Räder kommen zum Stillstand. Da ist wieder das grelle weiße Licht! Deine Freundin bittet
dich auszusteigen. Das Licht verfolgt dich während du eine unbekannte Straße
entlangstolperst. Du hörst eine Haustür, wirst hineingeführt. Im Haus ist es
stockdunkel. Ach nee, das ist die Schlafbrille. Egal. Für dich ist es stockdunkel. Und
still. Du wirst weitergeführt. Plötzlich verstummen die dich begleitenden Schritte. Du
drehst dich um dich selbst - ein kläglicher Versuch dich ohne Augenlicht zu orientieren.
Da! Endlich! Du wirst gebeten die Augenbinde abzunehmen.
Neun dir bestens bekannte Gesichter strahlen dich an:
"Überraschung!!" :-) Woohooooo! :-) Danke für diesen genialen Empfang!!!

Essen! Raclette! Und Schokofondue!! Jipppiiieee! Ich
bin wieder zu Hause!! |
| Montag,
23.10.2006: Bayrischer Boden unter den Füßen! Beim
Blick auf die Alpen - kurz vor der Landung am Münchner Airport - wird's mir richtig warm
ums Herz. Ein herrlicher Anblick! Zu Hause!! ... Geschafft! Zurück auf heimatlichem
Boden.
So schnell wie möglich das Gepäck einsammeln. Engel wartet auf
mich! Leider gibt's noch eine nicht so positive Überraschung:

Jan's Tasche kommt als große, technikgefüllte
Plastiktüte an. Das Ding hat die 32 kg Inhalt leider nicht wirklich vertragen. Zum Glück
scheint nichts verloren gegangen zu sein.
Und widererwartend ist mein Kitekoffer nicht das
Seltsamste Gepäckstück: ;-)
Schnell vorbei am Zoll und in die Arme von Engel! Endlich!! Jan
checkt gleich wieder ein in Richtung Köln, Engel und ich machen uns mit der S-Bahn auf
den Heimweg.
Zu Hause erwartet mich eine herrlich dekorierte Wohnung mit den
leckersten Leckereien (natürlich inkl. kiloweise Gummibärchen! *freu*). Danke für
diesen Empfang, Liebste!
|
| Immernoch
Sonntag, 22.10.2006: Die Leute am Flughafen mögen micht nicht ;-( Zuerst der Kampf mit der Flugsicherung. Nichts zu machen, ich darf mit dem
UFO am Logan Airport nicht starten. Also muss doch alles Gepäck inklusive uns in den
Flieger. ;-) => Einchecken.
Man sollte ja glauben, 2 x 32 kg sind viel. Für normale Koffer mag
das ja vielleicht auch zutreffen. Aber für einen riesigen Kitekoffer, in den noch alles
Mögliche andere mit reingesteckt wurde ... vergiss es. 45 kg. :-). Was tun? 125$ für ein
weiteres Gepäckstück zahlen? Oder doch die Flugsicherung ignorieren und mit dem UFO
starten? ... die Schweiz schafft Abhilfe :-). Phillipp (der Schweizer
Ex-Bachelorarbeitsschreiber im Lab) fliegt morgen von seinem Boston-Kurzurlaub zurück
nach Zürich, und hat angeboten einen weiteren Rucksack mitzunehmen. *puhhh*. Sehr gut!
Also wird fleissig umgepackt bis alle Koffer (auch Jan's) unter 32 kg sind (selbst 32,2 kg
waren der Dame am Check-In zu viel ?!!). Ein großer Rucksack von mir landet also
übermorgen in Zürich. Zufälligerweise werde ich Manu (= meine Schwester :-) ) Ende
November in Zürich besuchen. Erledigt :-).
Auf zur Sicherheitskontrolle. Sicherheitslady: "We're picking
randoms. You're the lucky one". Ich: "Naaa toll ..." ;-). Also auf zum
Flughafenabtaster (Traumjob!) und von oben bis unten abtasten lassen. Als ich aus dem
Kämmerchen wieder rauskomm steht da ein anderer mit meinem Handgepäck-Rucksack in der
Hand. "Ist das deiner? Sorry, muss ich aufmachen". Dann wird erst mal 10 Minuten
lang der Rucksack zerlegt. ALLES rausgezerrt, aufgemacht, zerlegt, nochmal in eine Wanne
und nochmal durch den Röntgenapparat. Dank negativem Sprengstoffabstrichtest darf ich
dann doch irgendwann meinen Rucksack wieder packen und auf ins Flugzeug. Puuuhhh,
geschafft. Erst mal schlafen :-).
In London Heathrow geht's superschnell und easy durch den
Security-Check. "Yeaaah, wenigstens diesmal hat's geklappt :-)". Zu früh
gefreut ... Direkt vorm Gate ziehen mich zwei Sicherheitsbeamte auf die Seite und zerlegen
an einem kleinen Tisch wieder meinen kompletten Rucksack *grrr*.
Ein Gutes hatte die Geschichte: Ich hab' mich noch nie auf nem Flug
so sicher gefühlt ;-). Wobei, eigentlich hat es mich dann doch beunruhigt, dass nur
ich zerlegt worden bin ... |
| Sonntag,
22.10.2006: Heimflug Heute um 06:05 pm geht der
Flieger. Leider haben wir viel zu viel Gepäck (es sammelt sich doch so einiges an in gut
5 Monaten, und dazu kommt noch die komplette Kite-Ausrüstung). Was tun? 100$
Übergewichtsgebühr bezahlen? neee... da gibt's was besseres :-).
Ich fliege selbst! Leider hat dieses UFO noch keinen GPS-Receiver
für die autonome Navigation über den Atlantik an Board, aber es sollte auch so klappen
... Mein Kiterucksack bekommt meinen Sitzplatz im Flieger, daneben Jan mit der
Fernbedienung und ich draußen vorm Fenster. Das wird ein Spaß, drückt uns die Daumen,
dass alles gut geht! :-)) |
| Freitag,
20.10.2006: Der letzte Arbeitstag ... ... und 5 1/2
Jahre Engels! Herzlichen Glückwunsch zu unserem Halbjahrestag, Liebste!!
Oh man, war diese Woche anstrengend! Durchschnittlich um die 4,5
Stunden Schlaf pro Nacht ... egal, im Flugzeug am Sonntag/Montag ist viel Zeit zum
schlafen :-).
Heute heißt es wieder sehr früh aufstehen, 09:30 - 11:00 Uhr ist
Pooltime reserviert. Um den folgenden Bericht etwas spannender zu gestalten, möchte ich
hier kurz das Prozedere erläutern, Poolzeit für Experimente in einem MIT Pool zu
reservieren:
- Die Pools werden von einer externen "Firma" verwaltet, die
mit Technik nicht viel am Hut hat bzw. haben will.
- Grundsätzlich gilt: Roboter sind böse. Daher dürfen keine
Experimente durchgeführt werden, wenn Leute im Wasser sind.
- Der Pool muss mindestens 2 Wochen vorher reserviert werden (auch wenn
er grundsätzlich zu den Experimentierzeiten kaum genutzt wird). Natürlich ist bei
Robotikexperimenten immer genau vorherzusehen, wann alles funktioniert (Und genau darum
mussten wir unsere erste Pooltime letzten Freitag kurzfristig canceln ;-) ).
- Experimentierzeit gibt's überhaupt nur von 09:30-11:00. Ein enger
Zeitspalt, in dem - frei nach Murphy - grundsätzlich alles funktioniert ;-).
Bisher hatten wir sehr viel Glück. Gestern hat sich 5 Minuten vor
Ende eine der Antriebswellen aus ihrer Befestigung verabschiedet. Hat weiter nicht
gestört, wir hatten eh schon geschafft, was wir schaffen wollten.
Heute setzen Jan und ich zu zweit den Roboter ins Wasser (Carrick
ist seit gestern Abend wieder bei seiner Freundin in Wisconsin, Iuliu hat verpennt ;-) ).
Yeeaaahhh, Jan's neuer Code für die Thruster (= Antriebe) funktioniert supergeil, unsere
Fernbedienung funktioniert, und auch die autonome Wegpunkt-Navigation sieht super aus...
Aber was ist das?! AMOUR legt sich auf die Seite und mag nicht mehr. Ist der müde?
Eigentlich hat er doch mehr geschlafen als wir! Sh...ooot, einer der Thruster bewegt sich
nicht mehr. Nichts zu machen, keine Reaktion. Endlich taucht auch Iuliu auf, den wir heute
als Kameramann eingeplant haben. Gemeinsam schleppen wir den Roboter nach draußen und
zerlegen den Thruster. Kaum ist das Gehäuse offen läuft er wieder... na toll... zu sehen
ist nichts, also wieder einbauen und zurück in den Pool.
Woohooo, läuft! ... genau 10 Sekunden ... selbes Problem :-(.
Also wieder raus, wieder zerlegen. Inzwischen ist es 10:30. Durch Zufall findet Jan
den Fehler: Eine Spule am Spannungsregler ist in sich gerissen, also Draht ab. => Ich
sprinte in nasser Badehose und mit naktem oberkörper durchs Stata-Center (stellt euch mal
die Gesichter vor! ;-)) ), hol ne Lötstation und 10 Minuten später ist AMOUR wieder
einsatzbereit. Inzwischen ist es 5 vor 11. Heute ist Messdaten sammeln angesagt, bisher
hatten wir noch keinen Datenlogger implementiert. Wir überreden also den Lifeguard uns
noch 10 Minuten mehr zu geben.
Innerhalb von 15 Minuten ziehen wir alle Experimente durch, die für
die 1 1/2 Stunden geplant waren. Mit Erfolg! :-). Alles funktioniert perfekt! Die Regler
arbeiten superstabil, sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Orientierung. Anhand
der Messdaten können wir dann zu Hause für unsere Diplomarbeit gemütlich die
Übertragungsfunktionen der Regler plotten, Leistung pro Geschwindigkeit berechnen,
etc.. Aber mal abgesehen davon: Es macht riesig Spaß unter Wasser mit unserem
Kleinen zu spielen :-).
Und hier schwimmt er:
 
Natürlich gibt's auch ein kleines Video.
3,5 MB - es lohnt sich! :-)
Wooohoooo!! Yeeaaaahh! Fertig! :-)
Anschließend müssen wir im Lab aufräumen... schon nach 4 Stunden
ist die gröbste Unordnung beseitigt ;-). Außerdem haben wir noch ein abschließendes
Gespräch mit Daniela. Warum habe ich nur das Gefühl, dass sie nichts dagegen hätten,
wenn wir noch länger bleiben würden? ;-). Die Zeit hier war auf jeden Fall genial,
wir sind sehr froh in diesem Lab gelandet zu sein. Nach Aussagen von erfahrenen MITlern
geht es wohl nicht überall am MIT so Kameradschaftlich zu. Aber wie gesagt, uns ging's
super, und vielleicht bekommen wir gegen März nächsten Jahres sogar noch die Chance
unseren Roboter in seinem eigentlich Einsatzgebiet zu testen - mehr dazu aber erst, wenn
irgendetwas fest geplant ist.
Gegen 17:00 Uhr geht's in ein feines afghanisches Restaurant zum
Abschiedsdinner.
Es ist nicht leicht sich zu verabschieden. Die Zeit
hier im Lab war wirklich cool - es gibt viele und vieles was ich vermissen werde. Fünf
Monate sind doch ne lange Zeit... Was den Abschied leichter macht ist die riesige Freude
auf zu Hause. Endlich wieder bei Engel, in der Oberfalz, Cocktails im Sausa, Snowboarden!
:-) See you all soon! |
| Nachtrag zum
Japan-HCP Soeben erreicht mich eine E-Mail vom Andi:
Natürlich hat er verantwortungsbewusst sämtliche Gummibärchen auf Impedanz und
parasitäre Kapazitäten getestet, bevor er sie der anstrengenden Reise um die halbe Welt
ausgesetzt hat. Hier ein Bild aus seinem Labor (Man beachte den Oszi-Screen!):

Die Tests verliefen allesamt positiv. Die Bärchen
haben die Reise unbeschadet überstanden. Allerdings hat ihnen das Klima im Lab wohl nicht
so gut getan: Schon am zweiten Tag waren die Tütchen leer - keine Spur von irgendwelchen
Gummibärchen. Wo sind die hin?! ;-) |
| Dienstag,
17.10.2006: "Brain food for starving Masterminds in the USA" ... ... das war die Überschrift eines Anschreibens aus dem "Engineering
Center" der OMRON Corporation ;-). Aber erst mal von vorne:
Nach über 12 Stunden schlaf erreicht uns heute gegen 11:30am ein
Paket:

Diese seltsame Schrift auf dem Poststempel ... ist das
Deutsch? Neee... so weit ich mich erinnere werden zum Niederschreiben der Deutschen
Sprache die gleichen Schriftzeichen wie im Englischen verwendet. Muss also was anderes
sein ... Öffnen des Pakets klärt auf:

Yeeeaaaaah!! Gummy Bears! In japanischen Tütchen, aber
ORIGINAL!! *freu*.
Wer hätte das gedacht?!. Also, die HCP-Aktion war ja
bisher schon richtig cool. Aber Gummibärchen aus Japan - das ist schon noch ein
unerwartet genialer Abschluss des Ganzen! Danke, Andi!!!
 |
Andi Plafka, snowboardender
Fachschaftler, derzeit Praktikant bei OMRON in Nishikusatsu, Kusatsu, Shiga, JAPAN (hab'
einfach mal alles dazu geschrieben, keine Ahnung welches dieser seltsamen (=deutschen?)
Worte die Stadt beschreibt ;-)).
Natürlich war das ganze Schreiben im Paket auf
Englisch ("falls wir schon assimiliert wurden"). Wir haben uns beim Durchlesen
köstlich amüsiert! :-). "You want to go 3 weeks without Haribo? I can't let that
happen. It would kill you for sure [...]". Richtig erkannt!! ;-)
@Andi: Ja, das mit den "special powers", die
Goldbären angeblich verleihen, stimmt schon! Aber ... Uns ist es leider dennoch nicht
gelungen, die seltsamen Zeichen in deinem Schreiben zu Entziffern. Klär' uns auf! :-)
|
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Montag,
16.10.2006 @ 11:10 am: Sekttaufe des Roboters
| Zurück im Lab. Inzwischen
sind auch die übrigen Labbewohner eingetroffen. Zur Feier des Tages - oder besser des
Roboters - gibt's erst mal ein Glässchen Sekt für jeden :-). Kurz darauf kommt Philipp
mit einem großen Pack Schweizer Schokolade vorbei, danach lädt uns Daniela zum
Mittagessen ein. Solche Tage könnt's gerne öfter geben :-). |
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| Montag,
16.10.2006 @ 09:30 am: Er funktioniert!!! :-)  
Die Überschrift sagt eigentlich schon alles. Woohooo!!! :-). Nach 1
1/2 Stunden im Pool laufen alle Regler stabil, auf Knopfdruck flippt der Roboter zwischen
horizontaler und vertikaler Orientierung hin und her, und die 30% Vorwärtsschub (mehr
haben wir uns noch nicht getraut ;-) waren schon richtig flott. :-)
Am Mittwoch geht's weiter mit den Experimenten, bis dahin gibt's
noch einige kleine Käfer (=Bugs) zu fangen und ein paar Dinge zu erweitern. Schaut auf
jeden fall schon sehr gut aus *freu*, besser hätte es eigentlich gar nicht laufen können
:-). |
Montag,
16.10.2006 @ 06:25 am: Zeit zum schlafen ...
| Aktueller Status: Theoretisch funktionert alles :-).
Was das Ding praktisch tut wird sich in wenigen Stunden im Wasser herausstellen ... wir
sind gespannt!! ... und müde ... jetzt geht's erst mal ins Be... ähhh ... auf die Couch
im Lab. In zwei Stunden heisst's ja eh schon wieder aufstehen - der Pool ist von 09:30 bis
11:00 gebucht. |

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Montag,
16.10.2006 @ 03:38 am: AMOUR nimmt langsam Form an ...

|
| Montag,
16.10.2006 @ 02:35 am 
|
Sonntag,
15.10.2006 @ 10:22 pm: Unser Unterwasserroboter
| Na, seht ihr ihn? Nein?
... Nun ja, ich geb' ja zu, dass bisher noch etwas Phantasie dazugehört, das Chaos auf
dem Tisch in einen Roboter umzudenken. Wenn man bedenkt, dass der in weniger als 12
Stunden zum ersten Poolexperiment muss haben wir noch eine laaaaange Nacht vor uns... Ich
muss weg! ;-) |
 |
|
HCP Nachtrag
 |
Sieht das nicht lecker aus? :-) Aber ... fällt jemandem was auf? Das ganze ist leider nur ne Postkarte :-(.
Meine Schwester hat's mal wieder versucht ein HCP zu schicken. Hat nicht ganz geklappt -
aber immerhin. :-)
Danke, Manu, jetzt fällt's mir noch schwerer die letzten zwei
Wochen ohne Gummibärchen zu überleben! Danke! ;-))
P.S. Das Angebot mit der Schweizer Schokolade wenn ich wieder da bin
nehm' ich gerne an. Grüße zurück nach Zürich! |
|
| Columbus Day,
Montag, 09.10.2006: Massachusetts feiert ... ...
Cristopher Columbus' Ankunft in der der "Neuen Welt". Wieder ein mir bisher
unbekannter Public Holiday. Die Amis feiern eben lieber weltlichere Ereignisse als
Himmelfahrten ;-).
Natürlich feiern wir den Feiertag (wie auch schon das Wochenende)
mit sehr viel (Diplom)Arbeit. |
| Freitag,
06.10.2006: Meine doofeste Kitesession ever! :-( Eigentlich
fängt alles richtig geil an! Mit Alex und Kyle fahre ich sehr früh los in Richtung Cape
Cod, um dort den krassen Nord-Ost-Wind voll ausnutzen zu können. Die Landschaft ist
genial, der Wind auch. Leider zu genial - zu viel für unsere Kites. Mein 12m² Schirm ist
schon zu groß (und wäre damit zu gefährlich), Alex und Kyle haben noch größere Kites
dabei. Wir schauen ein paar Profis zu, die mit ihren 7m² Kites über Wasser heizen und
die wildesten Sprünge hinlegen *kinnladerunterklapp*.
Der Wind lässt nicht nach, und so fahren wir am frühen Nachmittag
wieder zurück Richtung Boston. Carson Beach liegt auf dem Weg, der Wind scheint genau
richtig. Also werden die Kites doch noch aufgebaut. Sobald wir auf's Wasser wollen ist der
Wind jedoch ganz weg :-(.
| Ich versuch' ein paar mal mehr oder weniger erfolglos
aufs Brett zu kommen, dann geb' ich zwecks Windmangels auf und lass' mich vom Kite zurück
zum Ufer ziehen. Auf einmal ertönt ein dumpfer Knall, und an der Fronttube meines Kites
hängt eine riesige Gummiblase. Die Fronttube ist aufgebaut
wie ein Fahrradreifen: Innen ein Luftschlauch, aussenrum was stabiles. Wahrscheinlich hat
das Material bei irgendeiner vorherigen unsanften Landung Kratzer abgekriegt, ist an
dieser Stelle nun aufgerissen und durch den hohen Druck (ca. 10 PSI) noch viel weiter
aufgeplatzt ... :-((( Natürlich kommt sowas öfter vor und kann mit etwas
Support-Material und einer Nähmaschine repariert werden - aber traurig ist es trotzdem
... :-((
Wieder im Lab arbeite ich mir erst mal den Frust von der Seele ;-).
Danach geht's im Internet auf die Suche nach jemanden, der sowas reparieren kann. |
 |
|
| Mittwoch
Abend/Nacht, Donnerstag: Die Arbeit ruft. Donnerstag
Abend zwei Stunden Ultimate Frisbee, ansonsten sind wir fleissig am Diplomarbeiten. Jan's
Motorcontroller sind inzwischen auf die Motoren, die wir verwenden wollen, optimiert.
Meine Controlsoftware nähert sich auch der Vollendung :-). |
| Mittwoch,
04.10.2006, Nachmittag: Meine beste Kitesession ever! :-) Um 14:00 Uhr holt mich Alex, ein Kiter aus Boston, am Stata Center ab und wir
fahren gemeinsam zum Revere Beach. Es ist gerade Ebbe und der Strand daher riesig! Wind
ist gut und konstant. => Kites aufbauen, zwischendurch vor Vorfreude jubeln, weiter
aufbauen und aufs Wasser. Yeeeaaaahhh! Die Bedingungen sind perfekt!! Zum ersten Mal
gelingt es mir gezielt und über lange Zeit upwind zu fahren! Endlich kein anstrengendes
Zurücklaufen mehr am Strand! Woohoooo! Jetzt bin ich für die bayrischen Seen gerüstet
;-) ... wobei ich mich an den böigen Herbstwind Wind wohl erst noch gewöhnen werden muss
...
Ach ja, und ich weiß jetzt was passiert, wenn man sehr schnell
fährt, den Kite dabei knapp über'm Wasser hält, dann noch mehr auf die Kante geht und
den Kite dabei schnell nach oben lenkt ;-) ... *flliiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeeeg*.
:-))) |
| Montag früh
bis spät, Dienstag früh bis noch später, Mittwoch früh bis 14:00 Uhr: Arbeit
an AMOUR Jan ist fleissig mit den Brushless-Motorreglern
beschäftigt. Ich bastle an AMOUR's Regler-Algorithmen und einem Benutzerinterface, das
den Roboter in einer kleinen 3D-Ansicht zeigt. Cooles Spielzeug: Wenn man den echten
Roboter (bzw. im Moment nur sein Innenleben) im Raum bewegt, bewegt sich der kleine auf
dem Bildschirm mit :-). Hat natürlich auch einen tieferen Sinn: So sieht man beim
Reglereinstellen im Pool sofort, ob der Roboter seine Lage auch richtig bestimmt hat. |
| Ende der
weltweit ersten HCP Saison Alles geht zu Ende ... so
leider auch die Saison der HariboCarePakete. Wir sind nur noch drei Wochen hier. Auch wenn
von allen bisherigen HCPs selbstverständlich kein einziges Bärchen mehr übrig ist
*schluchz* muss ich die Saison hiermit schweren Herzens offiziell beenden. Der Postweg hat
bei den bisherigen Paketen 2-4 Wochen gedauert, was für weitere Pakete mit hoher
Wahrscheinlichkeit zu lang wäre. Wobei ... wenn jemand die Bärchen Express schicken
möchte ... nur zu!! :-) Hier ein kleines Resumé:
- 02.07.: Erster Aufruf: Der Wettlauf um das erste HCP beginnt!
- 20.07.: Erstes HCP. Donator: Meine Mutter. Inhalt: Viel zu gesund
;-), Lebensdauer: einige Tage
- 21.07.: 3 kg Goldbären HCP. Donator: Jan's Mutter. Lebensdauer: 3
Tage
- 03.08.: 1 kg HCP aus Montana. Eskortierter Import im
Passagierflugzeug. Donator: Nick Benning. Lebensdauer: 3 Stunden
- 04.08.: 3 kg Haribo Live-Import. Donator: Lijin. Lebensdauer: 5 Tage.
- 15.08.: 2 kg Haribo Live-Import. Donator: Iuliu. Lebensdauer: 2 Tage.
- 05.09.: 3 kg Haribo Live-Import. Donator: Jan's Eltern. Lebensdauer:
3 Tage
- 14.09.: 2 kg Haribo Live-Import. Donator: Mein Engel. Lebensdauer: 2
Wochen (Haribo Schlümpfe haben allem Anschein nach eine größere Halbwertszeit als
Goldbären. Kann man das wissenschaftlich erklären?).
- 21.09.: 2 kg HCP. Donator: Ralph Jennings. Lebensdauer: 2 Tage.
- 22.09.: 2 kg HCP. Donator: Andreas Schepermann. Lebensdauer: 3 Tage.
Mit der oben im Detail aufgeführten HCP-Aktion wurde experimentell
eindeutig nachgewiesen, dass zwei Studenten im Laufe von gut 2 Monaten problemlos 18 kg
Haribo vernichten. Wobei andere Personen in unserer nahen Umgebung sicher als
Störfaktoren berücksichtigt werden müssen ;-).
An dieser Stelle möchte ich mich - auch im Namen von Jan - nochmal
bei allen Donatoren allerherzlichst bedanken! Ihr habt unser Leben gerettet!!! |
| Sonntag,
01.10.2006: Regen, regen, regen ... Perfektes Wetter
um zu Kiten ;-). Kein Mensch am Strand. Und es gibt Wind! Wooohooo! Um 09:30 holt mich ein
Australier mit deutschem Nachnamen (Rosenbaum) vor der Haustür ab und wir fahren
gemeinsam zum Carson Beach. Wie gesagt, das Wetter ist nicht unbedingt verlockend, die
13° Lufttemperatur mit nur nem 2mm Neopren Shorty auch nicht wirklich warm, aber es macht
riesig Spaß! Kiten ist einfach nur noch krass!!!
Nach der Session fall ich erst mal ins Bett und schlaf noch ne
Stunde. Jetzt geht's an die Arbeit. Ich muss weg ... ;-) |
| Samstag,
30.09.2006: Viel zu tun ... Wir machen uns einen
kleinen Zeitplan für die letzten drei Wochen (!). Krass, wie schnell die Zeit
hier vergangen ist! Am Unterwasserroboter ist noch viel zu tun, diese Woche muss er nun
endlich physikalisch gebaut werden. Dann muss erstmal die gesamte Elektronik laufen, bevor
wir unseren AMOUR ins Wasser lassen können, um dort Regler zu implementieren und zu
tunen, die ihm das autonome "Schweben" ermöglichen. Anschließend soll noch das
autonome Abfahren von Trajektoren folgen. Wir sind gespannt ... :-). In den nächsten
Tagen werden hier sicher mal wieder ein paar Bildchen und technische Daten erscheinen :-).
@ Tommi (Guestbook 30.09.): Die Forschungsgruppe um Prof. How hat
eigentlich nichts mit uns zu tun. Die versuchen bereits seit über einem Jahr
"Draganflyer"-Plattformen das autonome fliegen beizubringen und viele davon
gemeinsam Aufgaben erledigen zu lassen. (Der Draganflyer ist ein Vierrotorheli, den es
schon vor'm UFO im Modellbauhandel gab. Die Elektronik da drauf ist ... ähm ... naja ...
wie soll ich's ausdrücken ... Müll. :-) ). Allerdings haben die Jungs ganz schön
geschaut, als sie unsere Experimente im Holodeck gesehen haben - kein zittern, kein
wackeln, präziseste Punktlandungen :-). Jetzt wollen sie uns - am liebsten sofort - 10
Brushless-UFOs abkaufen und den Draganflyer in die Tonne treten *muhaha*. Mal schauen was
draus wird ... |
| Freitag,
29.09.2006: Engel fliegt nach Hause :-( 
Guten Flug, Liebste! Danke für die schöne gemeinsame
Zeit hier! |
| Eindrücke aus
dem Museum of Science: Die Rätselseite. Was ist das?

Was steht auf diesem Kegel
geschrieben?
 |
Wer ist im Spiegel zu sehen? ;-)

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Auflösung folgt, Spekulationen dürfen jederzeit im Guestbook
abgegeben werden :-). |
| Mensch vs.
Maschine Wer kann cooler kucken? Voting mit Kommentar
bitte im Guestbook :-).
    
|
| Dienstag,
26.09.2006: Butterfly Gardens im Museum of Science Kleine
Fast-Metters (neues Wort für Butterfliegen, (c) by Engel) als Larve und im
Perlmut-Gold-Kokon. Süß, odaa? :-)
  
Und die erwachsenen großen Metterlinge beim Welt genießen ...und
beim Orange essen :-)
  
  
... Immernoch im Museum of Science: Engel auf dem Weg zum
technischen Verständnis.
   
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| Wochenende,
23.09-24.09.2006: New York Mit dem Fung Wah Bus
fahren wir von ChinaTown Boston bis ChinaTown New York - für 15$. Frei nach dem Motto:
Bilder sagen mehr als Worte: guckst du!
Mittag/=Abendessen bei der Bubba Gump Shrimp Company.
 
Natürlich bekommt mein Engel die Kinderkarte mit
Wachsmalstiften und Ausmalbild :-).
 
Zwischen all den riesigen Häusern fühlt man sich so richtig winzig
... Der Blick von oben - vom 86ten Stock des Empire State Buildings - ist natürlich
gigantisch:

Und die darf natürlich auch nicht fehlen :-) :


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| Auch Freitag,
22.09.2006: Enten unterwegs in Boston :-) Freitag
Vormittag wird gearbeitet, Nachmittags geht's mit Engel zu den Boston Ducktours. Was das
ist? Guckst du:
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Diese Amphibienfahrzeuge aus dem zweiten Weltkrieg
dienen hier dazu Touristen die Stadt zu zeigen. |
Nicht nur die Fahrzeuge sind kein gewöhnlicher Touristenbus. Auch
der Fahrer ist nicht ganz normal: Captain Supersize.

Hups, sorry, falsches Foto (das ist mir doch schon mal
passiert?!). Here we go:
Die einstündige Fahrt ist eine typisch amerikanische
Comedyshow. Echt cool! Und jetzt weiß ich auch, warum die Gas-Straßenlaternen bei uns in
Beacon Hill den ganzen Tag durchbrennen: Es ist billiger die brennen zu lassen, als
elektronische Zünder zu installieren oder jemanden rumzuschicken, der jeden Abend
hunderte von Straßenlaternen anzündet :-). |
| Freitag,
22.09.2006: Noch mehr Gummibärchen! Hehe, die
Geschichte mit den HCPs gefällt mir immer besser. Dieses ist das erste HCP von einem mir
bis vor kurzem völlig unbekannten Menschen! Andi Schepermann vom IGH - Institut
für Gesundheit und Handicap. Auf der Recherche nach meiner Fingerprothese stieß er auf
meine Website inkl. Diary. Ich erhielt eine nette E-Mail aus der ich hier zitieren
möchte: "Kleiner Anreiz für eine Antwort: 1 HCP". Natürlich kam die Antwort
umgehend! :-). Besten Dank nach München!
 
Inzwischen haben wir übrigens noch einige E-Mails ausgetauscht.
Vielleicht schaffen wir es gemeinsam doch noch, meine Fingerprothese auch anderen Menschen
zugänglich zu machen. |
| Donnerstag,
21.09.2006: Viele Schüler, viel Arbeit und viele Gummibärchen :-) Heute ist es so weit: ca. 20 Mädels und Jan und ich zwischen drin :-). Tina,
die Freundin von Hannes, dem Biker, ist hier mit ihrer Schüleraustauschbande. Wir zeigen
Ihnen das MIT, natürlich inkl. Foodtrucks und Toscaninis Eisdiele :-). Ich denke, den
zahlreichen Mädels und den drei Jungs hat die Sache auf jeden Fall Spaß gemacht. Foto
kommt noch!
Ansonsten steht heute viel Arbeit auf dem Programm. Engel ist
"zu Hause" und lernt auf ihre Kernfachprüfungen, Jan bastelt an den
Motorcontrollern für unsere beiden Unterwasserroboter, und ich bestücke die
Hauptrechnerplatine für den zweiten Unterwasserroboter.
Ein weiteres Highlight des Tages: Ein HCP!! *freu*. HCP Donator ist
Tschennings, begeisterter X-UFO Pilot und Tuner! Fettes Merci nach Mittelfranken!
 
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| Sonntag,
17.09.- Mittwoch, 20.09.2006: Cape Ann und Acadia National Park Engel und ich haben für einen Campingkurzurlaub im NordOsten des Amilands
den kleinsten 2-Türer gemietet, der auf einer deutschen Internetseite für Amerika
angeboten wurde (Es ist seltsamerweise wesentlich billiger einen Mietwagen in Amerika
über Deutschland zu buchen, als das hier vor Ort zu machen ?! ... ). Natürlich haben die
Amis sowas kleines nicht ... also gab's - selbstverständlich ohne Aufpreis - einen Chevy
TrailBlazer: 4,5l Maschine, 250 PS, 4-wheel drive, gefühlte Leistung: 2-er Golf mit 55 PS
;-\.
Am Sonntag geht's nach einem Einkauf bei Walmart in
Richtung Cape Ann. Eine Mehroderwenigerhalbinsel etwas nördlich von Boston. Den
Nachmittag genießen wir am Strand. Abends nisten wir uns auf der CapeAnn Campsite ein.
Und nachdem ich erst mal ein paar hilflosen Herren geholfen habe mit Ihrem Laptop online
zu kommen (der Campingplatz war voll mit WiFi eingedeckt! *diespinnendieamis* ;-) ),
können Engel und ich den Abend am Lagerfeuer genießen.
| Am Montag fahren wir erneut zur Bucht von CapeAnn. Bei
Ebbe kann man durch weniger als knietiefes Wasser zu einer kleinen Insel laufen, wer zu
lange bleibt muss zurück schwimmen. Wir schaffen es noch rechtzeitig :-). Heute gibt es zumindest etwas Wind, so dass Engel ihr
Welcometoboston-Geschenk ausprobieren kann.
Ich weiß nicht, ob ich sie schon davon überzeugt habe auch Kiten
zu lernen, aber das Fliegen des Trainer-Kites macht ihr auf jeden Fall richtig Spaß :-). |
 |
Gegen 5 pm fahren wir los in Richtung Maine - zwei
Staaten weiter. Gegen 10 sind wir kurz vorm Acadia National Park. Die Motels in der Gegend
stehen in hartem Wettbewerb - gut für die Preise *freu*. 35$ für ein Doppelzimmer?
"All right, we'll take it ... "
Dienstag früh geht's dann in den Acadia National Park.
Das Wetter ist nicht ganz so gut, aber es geht krass viel Wind - ideal für den
Trainerkite, den wir am Sandbeach - einer Bucht mit herrlich grünlich/blauem Wasser
umgeben von hellbraunen Clippen - dann auch auspacken und am Limit betreiben :-).
Hier ein paar Eindrücke von der herrlichen Natur vor der Küste Maines:

 
Auf dem Heimweg am Mittwoch machen wir noch einen
kurzen Stop am Old Orchard Beach nahe Portland. Sven, der Berliner, mit dem ich vor kurzem
in Boston kiten war, wohnt hier. Den werde ich im Lauf des Oktobers wohl nochmal besuchen
müssen :-).
 
Gegen 1 am fallen wir - zurück in Boston -
todmüde ins Bett. *ganztiefschlaf* |
Samstag,.16.09.2006:
Wale!
| Neu England ist bekannt für viele grooooße Fische -
ähhh, was haben wir da im Kindergarten gelernt... Säugetiere :-), die etwas ab von der
Küste amerikanisches Fastfood genießen, wie z.B. den McPlankton oder ein Atlantic Sub. Vom Boston Harbour aus fahren zahlreiche Schnellfähren hinaus zur
"Stellwagen Bank, a busy feeding area for whales, dolphins, sea birds and other
marine life".
Schon beeindruckend, einen Wal aus nächster Nähe zu sehen...
|
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| Donnerstag,
14.09.2006: Engel ist da!! Jippiieee! endlich!!! Ich
freue mich auf zwei wunderschöne Wochen mit dir, Liebste!

|
| Dienstag,
12.09.2006: MIT Feuerwehr... ... auf dem Dach des
Great Dome ... guckst du:
 
Kreativ sind die MIT Studenten schon - das muss man ihnen lassen.
Ein weiterer von zahlreichen MIT-Hacks, die hier auf jeden Fall schon Kultstatus haben.
Der Great Dome ist immer wieder Ziel solcher Attacken: Auf dem Dach standen auch schon mal
eine Kuh vom Hilltop-Steakhouse und ein Polizeiauto. Zum Kinostart von Starwars war der
Dome als R2D2 verkleidet :-). |
| Rückblich auf ein
erlebnisreiches langes Wochenende, 08.09.-11.09.2006 Hehe, das mit dem Guestbook ist praktisch. Guckst du Jan's eintrag vom
16.09.2006. Herzlichen Dank an meinen Coautor :-). Dann brauch ich ja eigentlich
nur noch die Fotos ergänzen. Wobei ... ein paar Kommentare zu den Bildern müssen schon
noch sein :-). Also, auf geht's!
Wir sind also mit Jan's Eltern unterwegs in New Hampshire. Die Gegend rund im die White Mountains bietet herrliche Landschaften: Riesige
Flächen und Hügel voll mit Laubwäldern, durchkreuzt von klaren Gebirgsbächen. Hier ein
paar Eindrücke:
 
Für den weltberühmten "Indian Summer", der
die Laubwälder in kräftigen bunten Farben erstrahlen lässt, waren wir leider noch etwas
zu früh. Ein paar rote Baumspitzen sieht man dennoch schon durchblitzen.
Wir treten einen vermeintlich endlosen Fußmarsch durch
"the Flume" - eine Klamm am Fuße des Mount Washington - an. Mindestens eine
Meile! Das Warnschild vor dem Eingang lässt uns Schlimmstes erahnen:
"ACHTUNG! Sie müssen ihre Füße bewegen!!".
Ach ja: Der Bus vom Visitors Center bis zur Klamm fährt ziemlich genau 500m. :-) Man oh
man - so langsam versteh ich gar nix mehr. Diese Amis ... fleissig am Ultimate Frisbee
spielen, aber dann 500m Bus fahren um ja nicht zu viel laufen zu müssen ... ;-)
Natürlich begnen uns auch einige Ureinwohner dieses
Landstrichs. Ist die nicht süß? :-)

Den Mount Washington erklimmen wir mit dem Auto. Eine
schmale Passstraße mit steilen Abhängen an den Seiten schlängelt sich auf den
fast-2000er. Natürlich bekommt jeder Autofahrer erst mal einen riesigen Zettel in die
Hand gedrückt, mit Hinweisen wie man eine Passstraße mit dem Auto befährt:
"Verwenden Sie einen niedrigen Gang. Ja, ihr Auto hat sowas. Meistens ist er mit
einer 1 oder einer 2 gekennzeichnet..." :-). Und dazu gibt's noch eine CD, die einem
beim Hochfahren die Geschichte der Straße und des Berges erzählt, natürlich erst
nachdem nochmal erklärt wurde wo im Auto ein niedriger Gang zu finden ist. :-)
Am Gipfel, oberhalb der Baumgrenze und schon halb in
den Wolken, erwartet uns eisiges Wetter, viel Wind (das wär mal ne Location zum Kiten!
;-) ), und ein gigantischer Blick über die White Mountains:

New Hampshire ist bekannt für seine Elche (nicht die
Leute, richtige Elche!) und Schwarzbeeren ähhh -bären. Auf dem Weg zurück nach
Boston müssen wir dann auch nochmal anhalten. Guckt mal wer da direkt neben der Straße
nach Nahrung sucht:

Montag Nachmittag sind wir wieder zurück in Boston.
 |
An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches
Dankeschön an Mama und Papa Stumpf für die spannenden Tage und die zahlreichen
Einladungen, denen ich mich nicht widersetzen konnte ;-). |
P.S. Weil ich immer wieder mal gefragt werde ob wir
hier bloß Urlaub machen ;-): Hm ... vielleicht muss ich meine Themenauswahl für's Diary
mal überdenken :-). Auch an diesem Wochenende waren die Laptops an board, Abends wurde
fleissig getippt. Mit der Diplomarbeit geht's gut vorran - wir freuen uns riesig auf die
ersten Unterwassertests im Oktober! |
| Freitag,
08.09.2006: Frühe Experimente und Aufbruch in ein langes Wochenende mit Jans
Eltern. Jan und ich stehen um 04:00 Uhr Früh auf. Ja, ihr
habt richtig gelesen. 04:00 am. Waaaahhhh - oder vielleicht besser:
*Gääääähhhhn* :-). Um 05:00 haben wir einen Termin im Holodeck des MIT. Die
Telepräsenz-Experimente mit dem DLR in Deutschland (daher auch die unchristliche Zeit)
laufen super - um 07:00 gehen wir erst mal feierlich bei Dunkin' Donuts frühstücken :-).
Nach weiteren Experimenten verbringe ich den Rest des Vormittags mit Hannes und Thomas,
die am Nachmittag wieder zurück nach Deutschland fliegen. Für Jan und mich geht's
nachmittags gemeinsam mit seinen Eltern auf in Richtung Norden. Mehr dazu oben :-).
|
| Donnerstag,
08.09.2006: Deutscher Besuch, frisch importiert aus Californien und Main :-) Hannes, Thomas und Tina sind zu Besuch in Boston. Die beiden Jungs haben
gerade ihre Motorradtour durch den wilden Westen hinter sich gebracht. Ihre Eindrucke von
der anderen Seite des Amilands gibt's schön bebildert hier nachzulesen: http://googlerund.blog.de. Mittwoch Abend haben wir
uns schon zu nem gemütlichen Bierchen auf Boston's Restaurant-und-Kneipen-Meile
getroffen. Heute gibt's eine ausführliche MIT Besichtigung für die drei. Ihre Eindrücke
vom MIT sollen sie am besten selbst in meinem Gästebuch schildern *zuzwinker* :-).
Ach ja: Am Donnerstag, den 28.09., wird mich Tina mit etwa 20
fünfzehnjährigen Schülerinnen zu einer MIT-Führung überfallen, mit denen Sie derzeit
zum Schüleraustausch in Maine ist. Das kann was werden ... ;-) |
| 8 Tage noch!!! In 8 Tagen, genauer gesagt am 14.09., ist es endlich so weit: Mein Engel
kommt mich besuchen!!! Juhuuu!! :-) Ich freu' mich riesig auf dich, Liebste!! |
| Mittwoch,
06.09.2006: Greyhound Bus-Tour nach Boston Heute
kommen wir endlich mal in den Genuss einer typisch amerikanischen Rucksacktouristenreise:
Eine 4 Stunden Fahrt mit dem Greyhound von Albany nach Boston. Gegen Mittag bringen uns
Carrick und Iuliu mit dem Auto zum Bus-Terminal in Albany.
Das Terminal gleicht eher einem Airport - für jeden Bus gibt's ein
Gate, das erst geöffnet wird, wenn der Bus zum boarden bereit ist.
Heute Abend erwartet uns ein ausgiebiges Abendessen (wir haben uns
extra Hunger aufgehoben! :-) ) mit Jans Eltern, danach treffe ich mich mit Hannes und
Thomas, den beiden Bikern, die in wenigen Stunden in Boston landen sollten. Ich sitze
übrigens gerade im Greyhound und "verarbeite" die letzten Tage :-). |
| Dienstag,
05.09.2006: Schwimmender Roboter und erste Messdaten Nachdem
gegen Nachmittag endlich alle Hard- und Software einsatzbereit ist geht's an die
eigentlich Experimente. Hier ein paar Eindrücke von der Arbeit am Wasser:
  
Links die Sensornodes, in der Mitte AMOUR mit Zusatzmodulen und
rechts Carrick beim anschalten des Roboters mittels Magnet und Hall-Effekt-Sensor.
Die ersten Tests des Systems laufen super - alle versenkten Nodes
und der Roboter funktionieren einwandfrei. Jetzt müssen die gesammelten Daten erst mal
analysiert werden.
Nach getaner Arbeit überprüfen wir das Motorboot ein weiteres Mal
auf zuverlässige Funktionalität ;-)). |
| Montag,
04.09.2006: Arbeit am Experiment und Boottests Nach
dem Frühstück beginnen wir damit die gesamte Hardware für die Experimente fertig zu
machen. Ziel ist es mehrere Sensornodes (Acrylglaszylinder mit viel Elektronik drin :-))
im See zu versenken, diese via Ultraschall miteinander kommunizieren zu lassen, und in
diesem Netzwerk den Roboter exakt zu orten. Für den Anfang haben wir dem Roboter erst mal
eine Fernbedienung verpasst, um ihn wie ein Modellboot steuern zu können. Gegen Ender der
Woche soll er vielleicht auch autonom zwischen den Nodes navigieren. Grundsätzlich sind
diese Experimente für Carricks Doktorarbeit - er hat das Ultraschallsystem
entwickelt. Für uns ist es eine gute Chance im/am/ums Wasser zu arbeiten und hier schon
mal ein paar Erfahrungen zu sammeln, die uns Ende Oktober mit unseren eigenen Robotern
sicher weiterhelfen werden.
Gegen Nachmittag testen wir erst mal ob das Boot noch in Ordnung
ist. Man weiß ja nie... und es wäre schade wenn auf Grund von irgendwelchen defekten des
Motorboots dem Roboter etwas passieren würde. Also, auf zum testen!
 
Das Boot funktioniert ... ;-). Und ich kann hiermit offiziell
bestätigen, dass ein Kiteboard auch wunderbar zum Wakeboarden geeignet ist! :-)
P.S.: Ich hab' den Jan schon lange nicht mehr so strahlen gesehen:
:-))
 
|
| Sonntag Abend:
Ankunft am Otsego Lake Nach 3 Stunden langweiliger Fahrt über
amerikanische Highways und 1 1/2 Stunden gemütlichem cruisen über typisch amerikanische
Landstraßen, durch kleine Dörfchen und vorbei an Einsiedlerfarmen erreichen wir das
Ferienhaus von Carrick's Eltern nahe Springfield (Die gelben Leutchen mit den lustigen
Frisuren und nur vier Fingern hab' ich allerdings vergeblich gesucht). Wobei... so
langweilig war die Fahrt über die Highways dann doch nicht. Hab' mich recht gut mit
Carrick unterhalten, und als die Sonne rauskam wurde erst mal das Schiebedach aufgekurbelt
und Beach Boys aufgelegt :-)).
Uns erwartet ein wunderschönes kleines Häusschen am Otsego Lake.
Hier ein Blick aus dem Fenster:

Carricks Eltern erwarten uns mit einem leckeren
Abendessen. Beim Abendessen ratschen wir über alles mögliche - schon interessant die
Welt aus amerikanischen Augen zu betrachten :-).
Hier ein Blick vom See auf das Häusschen, dessen
Grundstück übrigens mit einem Bootssteg am See inkl. 140PS Motorboot und einem mehr oder
weniger kleinen Segelboot endet.

|
| Sonntag,
03.09.2006: Auf an den See! Heute geht's mit Carrick
und Iuliu auf in ein Haus an irgendeinem See irgendwo im Bundesstaat NewYork. Iuliu und
Carrick müssen mit ihrem AMOUR - dem Vorgänger von unserem Unterwasserroboter - noch
einige Messdaten ihres Sensornetzwerks sammeln. Und dazu brauchen sie viel mehr Platz als
ein Pool bietet. Wir werden die Gelegenheit nutzen um bereits Teile unserer Elektronik zu
testen und um ein erstes Mal mitzubekommen, wie solche Wasserexperimente ablaufen.
Schließlich werden wir den Oktober mit ähnlichen Experimenten mit unseren Robotern
verbringen ... Dass das Boot, mit dem wir die Sensornodes aussetzen werden,
zufälligerweise in der Lage ist einen Wasserskifahrer oder Wake-/Kiteboarder zu ziehen
sei nur am Rande erwähnt ;-).
Wahrscheinlich fahren Jan und ich am Mitwoch vorzeitig mit dem
"Greyhound" zurück nach Boston. Jan's Eltern landen bereits am Dienstag Abend
in Boston (und bleiben für 10 Tage). Hannes Hoff (Physikjuror am Landeswettbewerb Jufo in
München und begeisterter Motorradfahrer) und sein Mitbiker treffen nach einem
gigantischen Motorradtrip durch den wilden Westen am Mittwoch Abend hier ein. Sie wollen
in den letzten zwei Tagen ihres USA-Aufenthalts - rein zufällig ;-) - das MIT
besichtigen.
Ach ja, lustige Story: Es war nicht möglich einen richtig großen
Mietwagen für den Trip zum See zu bekommen, da wohl alle Mietverträge in New England mit
31. August auslaufen und die ganze Stadt umzieht :-). Die spinnen, die Amis ...
|
| Immernoch
Samstag: Fahrrad platt Nach dem Duschen fahr' ich
nochmal kurz ins Lab um
1. Abendzuessen
2. Vom Kiten zu schwärmen
3. Mit Jan zu quatschen
4. Zu arbeiten
Nach Hause geht's zu Fuß. Mein Rad ist platt!?! Ging noch perfekt
bis ich im Lab war. Im Hinterreifen steckt ein dickes Drahtstück - irgendwie haben wir
hier kein Glück mit Fahrrädern ... |
| Samstag,
02.09.2006: Wooohoooo!! Yeeaaaahhhh! Wie geil!!!! Sorry
für die unprofessionelle Ausdrucksweise... ;-) Bin gerade totalst fertig,
konditionsmäßig total platt aber fühl mich so genial wie schon lange nicht mehr. Oh man
kann Kiten geil sein!!!! Woooohoooooooooooo!!!!
Heute gab's Wind... richtig Wind... 32 km/h. Oh man, waaaahnsinn!!!
Über's Wasser fliegen (zeitweise sogar wörtlich!)!!! Wooohooooo!!!
Bin totalst high - besser als alle Drogen der Welt! Hoffe ich werde
nicht süchtig ... wobei das wohl schon geschehen ist ;-).
So ... genug abreagiert. Jetzt werd' ich erst mal die nassen Sachen
auspacken und unter die Dusche hüpfen. Hab' ich eigentlich schon erwähnt wie geil Kiten
sein kann?!!?!!!! :-)) Wooooooooooohooooooooooooooooooooooooooooo!!!! |
| Ende August /
Anfang September: Das MIT begrüßt seine Freshmen Mitte
nächster Woche beginnt das neue Semester. Im Moment geht's am MIT drunter und drüber.
Jeden Tag steigen irgendwelche Parties, Gruppen von (jung aussehnden) Leuten werden
durchgeschleust (sind wir wirklich schon so alt?!), und immer wieder gibt's irgendwo was
umsonst - was wir uns natürlich nicht entgehen lassen, hehe. Wobei, vielleicht hätte ich
am Freitag nach dem ersten halben Kilo Eis Schluss machen sollen ;-).
P.S. "Freshmen" ist hier ein offizieller Ausdruck für die
Uni-Neulinge. Überall hängen Plakate "Welcome Freshmen!". Da fällt mir ein:
Wir haben im Kepler(-Gymnasium) die 5ft-Klassler immer "Frischfleisch" genannt
*muhaha*. Ist das inzwischen vielleicht auch ein offizieller Ausdruck? Wenn nicht, dann
sollten wir die offizielle Anerkennung schnellstmöglich erwirken! |
| Dienstag,
29.08.2006: UFO steuern quer um die Welt Das
nenn' ich mal Telepräsenz! Wie Tschennings (seinerseits aktiver X-UFO Pilot) bereits im
Guestbook erwähnt hat: Es funktioniert!! *freu*

Mit dieser einfachen Fernsteuerungssoftware, Webcam und
Skype steuern heute Alex Korff (ein Kumpel von Jan aus Aachen), Michi, Klaus und
Tschennings das UFO von Deutschland aus! Und all das perfekt - ohne die kleinsten
Aussetzer, Abstürze, etc.. Bei Alex (~02:30am unserer Zeit, also bei euch schon wirklich
Dienstag) hatten wir noch nicht mal ne Webcam - da gibt's nur Audiofeedback ("flieg
mal höher, tiefer, links..."). Und auf magische Weise folgt das Ufo genau unseren
Befehlen :-).
Bei Michi's und Klaus' Flug heute Nachmittag unserer
Zeit sind dann auch noch Prof. Daniela Rus und Marty aus'm Lab anwesend - ich denke ihr
könnt euch deren Gesichtsausdrücke vorstellen :-).
Und als uns Tschennings dann im Skype zum Diary Bericht
unten (Montag, 28.08.2006) gratuliert kommt von uns nur noch die Frage "willste mal
fliegen?" ;-). Woooohoooooo! |
| Montag,
28.08.2006: Woohooo! Puuhhh ... der Kaffee ist
verdient. Guckst du!

Mehr dazu demnächst - wir müssen jetzt erst mal dran
weiterbasteln! :-) |
Sonntag,
27.08.2006: Cambridge Carnival und UFOs im Holodeck
| Auf dem Weg zum Lab kämpfen wir uns durch ein Getummel
auf der Cambridge-Street. Cambridge Carnival! Festivities
include costumes, masks, food, music, street parades, dancing, and craft exhibits, and
will display the cultural diversity of the Caribbean islands where transplanted Africans
were placed.
Eigentlich ganz nett - zu mehr als einem schnellen
Durschmarsch können wir uns allerdings dennoch nicht hinreissen lassen. Die
bevorstehenden Experimente im Holodeck sind einfach viel zu spannend! :-)
Bis spät in die Nacht arbeiten wir an den Reglern für's UFO - mit
Erfolg. Zwei von vier Achsen sind inzwischen schon komplett autonom! *freu* |

|
|
| Samstag,
26.08.2006: .Water-Country New Hampshire Mit Jeff,
den wir vom Ultimate Frisbee her kennen, und zwei Kumpels von ihm fahren wir im JEEP nach
New Hampshire in den Water-Country Park:
Viele viele Wasserrutschen *jiiippiiiieee*. Leider ist
es mit 19° und kaltem Wind nicht wirklich warm - aber wen interessiert das schon :-).
Sieht das nicht nach Urlaub aus? ;-)

Gegen 06:00 pm zurück in Cambridge gibt's erstmal nen
dicken Wendy's-Burger um unsere Abwehrkräfte zu stärken ;-), anschließend geht's bis
spät in die Nacht an die Arbeit. Während Jan an unserer PC-Software für den
Motiontracker schreibt programmiere ich an der PC-Schnittstelle der Fernbedienung. |
| Freitag,
25.08.2006: Auf ins Holodeck! Um 17:00 Uhr haben wir
einen Termin mit AJ aus unserem Lab, Daniel Rus (der Chefin) und Eugéne, der uns eine
Einweisung in den Motion Tracking Room aka. "The Holodeck" geben wird. Nachdem
hier alle von unserem neuen UFO so begeistert sind würden sie es gerne sehen, wenn es
jetzt auch noch absolut autonom fliegen würde. Mit der technischen Ausstattung von
Hollywood sollte das auch machbar sein :-).
Dieses Motion Tracking System, das eigentlich verwendet wird um
Gelenkwinkel und Bewegungen aller Art bei Menschen zu messen - funktioniert nach folgendem
Prinzip: 20 Kameras mit geplusten Infrarot-Scheinwerfern filmen aus verschiedenen Winkeln
die selbe Szene. Das zu verfolgende Objekt bekommt kleine reflektierende Kügelchen
verpasst, deren Position in XYZ aus den Kamerabildern berechnet werden kann. Solche
Systeme werden auch zur Filmproduktion eingesetzt, um Computergrafiken menschliche
Bewegungn zu verpassen. Sieht schon lustig aus, wenn man auf dem Bildschirm nur noch ein
Strichmännchen boxen sieht :-).
Wir wollen das System nun verwenden um absolute Positionsdaten von
unserem UFO zu bekommen und damit komplett autonom Trajektorien abzufliegen. Problem: Im
alltäglichen Einsatz zeichnet das System Videos aller Kameras auf und berechnet nach der
Aufzeichnung die Positionen der einzelnen Marker. Wir brauchen das ganze in Echtzeit, wozu
nach Aussage von Eugéne wahrscheinlich weitere Hardware und Software benötigt wird.
Denkste - hehe ;-). Kaum lässt man Jan 2 Stunden am Rechner sitzen,
schon spuckt das System einen wunderbaren TCP/IP Datenstring in Echtzeit aus :-). Die
Software existierte doch schon auf deren Rechner, nur der Umgang damit war etwas
komplizierter ... Ich mache mich ans Umbauen unserer Fernbedienung - schließlich wollen
wir einem PC-Programm die Möglichkeit geben die Steuerng einzelner Achsen zu übernehmen.
 
Die weißen Kugeln am UFO sind die Reflektoren für den
Motiontracker. Eigentlich unscheinbare graue Dinger. Wir waren selbst erstaunt zu sehen,
wie krass leuchtend die von den infrarotsensitiven Augen einer Digicam gesehen werden. |
| @Flo (Guestbook
22.08.): Hehe, ja, so 'ne Bergtour wäre sicher ein cooles - und v.a. sportliches! -
Einsatzgebiet für unser rucksackschleppendes UFO. Wir arbeiten gerade noch an dem
Fusionsreaktor, den wir als Energieversorgung draufsetzen. Sollte nächste Woche fertig
sein! ;-)) |
| Sonntag,
20.08.2006: 1. Mein Dad wird 50! 2. Wer schleppt schon gerne Rucksäcke?! Zu 1.) Herzlichsten Glückwunsch!! Wäre riesig gerne bei deiner Party
gestern Abend dabei gewesen! Ich wünsch' dir alles alles Beste für die nächsten 50!
Zu 2.) Den heutigen Nachmittag verbringe ich am Lasercutter. Was das
ist? Ein Drucker... der anstatt Tinte auf's Papier zu spritzen mit einem 120 Watt Laser
Acrylglasplatten schneidet. Einfach im COREL zeichnen was man gerne haben möchte und auf
"print" klicken. Ideal um große UFOs zu basteln! :-). Damit haben wir allen
Studenten dieser Welt den Alltag gewaltig erleichtert. Guckst du! :-)
|
| Samstag,
19.08.2006: Wochenrückblick ... und UFO fliegen! Wie
schon erwähnt war vergangene Woche sehr erfolgreich. Vielleicht nicht 100%ig auf die
Diplomarbeit konzentriert (wobei da dennoch sehr viel vorran ging!), aber wir haben
wirklich was geschafft *freu*.
An dieser Stelle möchte ich auf folgendes Video verweisen: http://video.google.com/videoplay?docid=6554502049317316779
POWER!!! :-))
Zum Beweis, dass auch bei AMOUR - unserem Unterwasserroboter was
vorran ging - hier ein Foto vom Central Controller Board:

AMOUR's Hauptrechner: Ein 60MHz ARM-Prozessor, ein
Cyclone II FPGA und ein 600MHz DSP sollten auch für komplexe Aufgaben genügend
Rechenleistung liefern :-). Und das Beste: Das Ding funktioniert! *freu*
Aber heute ist Samstag. Also: Erst mal ausschlafen ... Nachmittags
(also zum Frühstück ;-) ) geht's ins Lab zum UFO fliegen - das neue Brushless UFO macht
einfach viel zu viel Spaß!!
Gegen halb fünf mach' ich mich auf in Richtung Carson Beach zum
Kiten. Der Wind ist schwach und böhig - alle 2 Minuten fällt der Kite wegen zu wenig
Wind auf's Wasser. Nicht wirklich Idealbedingungen - sehr anstrengend - aber definitiv
gutes Training.
---
@Joerka (Guestboock 18.08.): Ja, Kiten ist nicht ungefährlich. Wenn
man von einer Windböe erfasst wird sollte man schleunigst am Sicherheitssystem ziehen,
das den Kite in Sekundenbruchteilen zusammensacken und auf den Boden fallen lässt. So ein
großer Schirm hat enorm viel Kraft - aber mit einem modernen Sicherheitssysem und etwas
Vorsicht ist's kein Problem. Und der Kite, den mir mein Engel zu Weihnachten geschenkt
hat, hat eines der sichersten Systeme überhaupt: Einfach die Bar loslassen, und der Kite
fällt ohne Power zu boden (und hängt natürlich trotzdem noch mit zwei Leinen am
Trapez). |
| Freitag,
18.08.2006: Keith feiert Abschied - oder: Deutsches Bier im Lab In einer Woche verlässt Keith, der Postdoc hier im DRL-Lab, der uns bisher
mit Rat und Tat zur Seite stand, das MIT. Zur "Feier" (Warum nennt man sowas
überhaupt Abschiedsfeier? Warum feiert man einen traurigen Anlass? )
gibt's deutsche Importbiere. Stundenlang sitzen wir alle zusammen und ratschen. Und dann
... etwas unglaubliches geschieht! ... "Jan? Kneif mich mal! Wir sind doch noch am
MIT, oder?" ... Keith packt einen Diaprojektor aus und zeigt
tatsächlich analoge Fotos!! ;-)) |
| Donnerstag,
17.08.2006: Deprimierende E-Mails und Support aus Frankfurt! Jaja ... heute erreicht mich eine Mail vom Andi - ebenfalls ein Fachschaftler
an der TU - mit folgendem Inhalt. Betreff: "Warum Japan im Vergleich zu den USA total
rockt". Und dann diese Fotos *grrrrr*:
Hm ... Andi ... soll ich mich jetzt freuen dass es dir
so gut geht oder uns bedauern, dass wir auf HCPs angewiesen sind? ;-)
Wie dem auch sei ... gegen 22:00 Uhr kommt Iuliu (der
schon länger als wir am Unterwasserroboter AMOUR arbeitet) aus Rumänien zurück (weil
Sommerurlaub in seiner Heimat). Sein Flug ging über Frankfurt. Guckst du!:

Jiipppiiiieeee! Original HARIBO!!! Da schaust du Andi,
hm? ;-)
P.S. Themawechsel: Arbeitsmäßig haben wir diese Woche
wieder sehr viel erreicht - sowohl bei der Diplomarbeit, als auch bei privaten Projekten
*wooohhoooooo!!!*. Näheres dazu folgt demnächst ... |
| Montag,
14.08.2006: Zu viel Wind?! Ich wache auf und fühle
mich ... ähm ... super! :-) Endlich weg die dumme Erkältung. Das muss gefeiert werden!
Am besten mit einer Kitesession. ;-) Ich verabrede mich also mit einem Bostonischen
Kitesurfer - den ich bisher nur aus einem Internetforum kenne - um 17:00 Uhr am Revere
Beach. Kurz nach vier verlasse ich das Lab - nach einer Runde "Extrem Segway durch's
Lab heizing" :-). ("Segway" heißt das Gefährt mit den zwei Rädern auf
einer Achse. Macht riesig Spaß damit durch die Gegend zu heizen!) :-).
Von der T-Station aus sehe ich schon 4 Kites über's Wasser
rauschen. Jippiiieee! Endlich! Leider sind die noch ziemlich weit weg - Revere Beach ist
lang. Fast ne halbe Stunde dauert der Fußmarsch bis zu den inzwischen 10 anderen Kitern.
Nur warum liegen so viele Kites am Strand? Hm ... der Wind ist sehr stark und krass böig
- nur die Profis trauen sich aufs Wasser. Ich unterhalte mich mit ein paar "alten
Hasen" und entschließe mich meinen (für diesen Wind zu großen) Kite gar nicht erst
auszupacken. Zu gefährlich ... :-(
Nachdem ich bisher immer mit zu wenig Wind zu kämpfen hatte, hab'
ich heute zum ersten Mal das krasse Gegenteil erlebt. 90 kg Typen mit 9 m² Kites am
springen - wie krass!
Ein Gutes hatte die Aktion jedoch: Viele neue Kontakte zu
Gleichgesinnten, von denen ich sicher noch einiges lernen kann... |
| Sonntag,
13.08.2006 Mir geht's schon wieder besser - dennoch
verzichte ich schweren Herzens auf's Ultimate Frisbee, erst mal ganz gesund werden.
Tagsüber arbeiten wir fleissig am UFO, allerdings zu Hause - heute brauch' ich noch keine
eiskalt klimatisierte Laborluft ... |
Samstag,
12.08.2006: Relaxen ...
| Um meine doooofe Erkältung wieder loszuwerden steht
der heutige Samstag voll und ganz im Zeichen der Entspannung. Erstmal gemütlich
ausschlafen. Dann geht's zum Haymarket, wo wir für ca. 7$ kiloweise Orangen, Zitronen,
Äpfel, Bananen und eine Ananas einkaufen. Tagsüber gibt's massig Tee mit viel Zitrone,
und auch zum gemütlichen Videoabend steht geballtes Vitamin C auf dem Speiseplan.
|

|
|
| Freitag,
11.08.2006: DEBB wird interaktiv!! Endlich! Jetzt
kann jeder seine Wünsche, Kommentare, Tipps und Tricks, seine intimsten Gedanken und
Gefühle, Basilikum-Rezepte und Pflegetipps und natürlich HCP Trackingnummern *g* mit
wenigen Klicks auf dieser Seite veröffentlichen! Solltest du auf der rechten Seite kein
Gästebuch entdeckt haben (oder nur einen kleinen Streifen), dann ist dein Monitor leider
zu klein ... => klickst du hier,
und schon bekommst auch Du das ganze zu sehen! :-)
(Für später gibt's diesen Link auch nochmal ganz oben bei P.P.P.P.S).
Also dann - go go go! - ich hoffe auf viele viele Einträge!! |
Donnerstag,
10.08.2006: Unsere neuen Bikes und ihre Geschichte
Sonntag, 06.08.2006: Wir machen uns Abends auf den
Weg zu Walmart. Da dieser Sonntags schon um 20:00 Uhr schließt (Frechheit! ;-) ) geht's
unverrichteter Dinge wieder nach Hause. Beim ewigen warten auf den Bus mit T-Shirt und
kurzer Hose in viel zu kalter Luft hole ich mir eine Erkältung :-(.
Montag, 07.08.2006: Gleich nach dem Aufstehen
machen wir uns erneut auf den Weg zu Walmart. Mit 50% Erfolg! Jan findet ein
erschwingliches Street-Bike ($125,-) , das ihn sicher die nächsten zweieinhalb Monate von
Beacon Hill nach Cambridge und zurück bringen wird. Und wenn's bis dahin noch nicht
gestohlen ist kann man's sicher noch gut verkaufen ... Ich entschließe mich beim Anblick
der mehr oder weniger tollen und mehr oder weniger teuren Walmart Rädern mein Glück im
Second-Hand Geschäft zu versuchen. Aber ein dickes Bügelschloss nehm' ich mir schon mal
mit.
Dienstag, 08.08.2006: Nach einigem Suchen und
zahlreichen E-Mails fahre ich mit der Commuter-Rail (= Bummelbahn) etwa 40 Minuten nach
"Needham Heights". Dort stehe ich eine gute Stunde am Dorf-Bahnhof und fahre mit
dem nächsten Zug zurück. Der Typ, der mir das 75$ Rennrad verkaufen wollte ist nicht
aufgetaucht... "Ich hätte schon damit gerechnet dass du nochmal anrufst und dich
nicht auf E-Mail absprachen verlässt, sorry." ...
Mittwoch, 09.08.2006: Um 16:00 Uhr bin ich mit
einem chinesischen Studenten bei einem der Wohnhäuser am MIT-Campus verabredet. Er will
mir dort sein Fahrrad für 50$ verkaufen. Seine Freundin ist pünktlich da (trotz reiner
E-Mail Absprache, wow! ;-)). Sie zeigt mir das Rad "... hm ... also ... ähm ... 50$
ist das aber nicht mehr wert ...". Also wieder nix ...
Donnerstag, 10.08.2006: Ich leihe mir Jans Rad um
damit zum Target (= Walmart, nur anders ;-)) zu fahren, um dort ein paar Alltagseinkaufe
zu erledigen. Dort springt mir ein Mountainbike für $119,- in die Augen. Und da mit dem
Laufen endlich Schluss sein sollte nehme ich dieses Rad mit. Die erste Meile legt das neue
Rad ohne Fahrer - geschoben - zurück. Im Lab werden noch sämtliche Schnellspanner gegen
anständige Schrauben ausgetauscht - fertig! Jetzt heißt es hoffen ... tagsüber stehen
unsere Räder nun im Lab, Nachts direkt vor unserem Fenster - mit 3 Schlössern, zwei
davon dicke Bügel - in der Hoffnung, dass wir das gewaltsame öffnen hören ... drückt
uns die Daumen!
And finally... we proudly present:
P.S. Die FCP-Aktion wird damit offiziell eingestellt.
Dahingegen brauchen wir nun wieder viel Energie zum radeln und warten sehnlichst auf das
nächste HCP! :-) |
| Wochenende,
05./06.08.2006: Viel Arbeit und viel Sport Trotz
wunderbarem Wetter entschließen wir uns den Samstag im Lab zu verbringen
- zuviele kleine und große Projekte wollen so schnell wie möglich fertig gestellt
werden. Mit Erfolg! Beim nächsten Ultimate-Frisbee-Match am Donnerstag Abend werden wir
nach Einbruch der Dunkelheit eine Disc ins Spiel bringen, die nicht nur als grell blau
leuchtender Ring erstrahlt, sondern auch noch beliebige Texte in den Himmel schreibt.
Schaut echt cool aus das Ding! :-).
Neben solchen Spaßprojekten entstehen natürlich auch sinnvolle
Dinge - so z.B. 4 Brushlessmotorregler für ein neues UFO und eine Testplatine für ein
neues Ortungssystem, ebenfalls für unsere fliegende Plattform.
Samstag Abend geht's zur 80s Party ins Student House. Eine
wunderbare Livedemonstration, warum im Amiland Alkohol *eigentlich* erst ab 21 Jahren
erlaubt ist ;-). Nein ... so schlimm war's nicht ... aber lustig! ;-)
...
Am Sonntag gönnen wir uns einen ganzen Tag
sportliches Auspowern - das tut gut! Vormittags Ultimate Frisbee, nachmittags Beachvolley
am Strand und abends "extrem auf den Bus warting um zum Walmart zu komming", um
dort ein neues Fahrrad zu besorgen... leider macht der am Sonntag schon um 20:00 Uhr zu
... wir sind zu spät dran und fahren unverrichteter Dinge wieder nach Hause, wo uns ein
leckeres, vitaminreiches Mikrowellenbaguette erwartet ;-) |
Freitag,
04.08.06: Support aus Europa!
| Gut, wenn Robotikkonferenzen in Europa stattfinden.
Noch besser, wenn Wissenschaftler vom MIT über München nach Italien fliegen. Am
Allerbesten ist es jedoch, wenn die dann auch noch ein große Tüte Gummibärchen
importieren :-). |

|
|
| Donnerstag,
03.08.06 @ 01:50 pm: HCP#3! Jippiiiieee!! Gut 12
Stunden nach dem nächtlichen Schock hat uns auch schon eine geniale Aufmunterung
erreicht: HCP#3 !! Yeeaaahhh! :-)

Das ist doch mal was, oder? :-) Fettes Merci aaaaan ...
*Trommelwirbel* ... :
 |
Nick Benning, unseren deutschamerikanischen
Fachschaftler mit den zwei Pässen :-). Er ist gerade mit Freundin Eva bei seiner Family
in Montana zu Besuch ... der HARIBO-Import erfolgte im Koffer (auf Grund des unschätzbar
wertvollen Inhalts sicher in Begleitung von mindestens zwei Bodyguards und mit
Handschellen am Griff!). ;-) P.S. Da das mit den HCPs
so gut funktioniert planen wir gerade eine FCP Aktion (FCP = FahrradCarePaket).
=> Please feel free to schick us some new Fahrräder! ;-)) |
|
| Donnerstag,
03.08.06 @ 01:04 am In unseren Gesichtern spiegeln
sich Trauer und Wut. Dunkle Wolken ziehen auf über dem Land, das uns bisher so gut
aufgenommen hat ...

Das ist alles, was von unseren beiden Fahrrädern und
zwei dicken Schlössern noch übrig ist ... gestohlen irgendwann zwischen 22:00 und 01:04
Uhr, direkt von den Bikeracks vor'm Stata-Center.
Nachtrag:
Eine E-Mail, die noch heute Nacht über den
CSAIL-Verteiler lief, ließ und kurz hoffen: Der Besitzer eines Fahrrads wurde gesucht,
das liegen blieb, als der Dieb vor der Kampus-Polizei flüchtete ... leider war es keines
von unseren ... und der Dieb konnte wohl nicht gefasst werden ... |
| Mittwoch,
02.08.06: Es ist heiß. Ich glaub' die Hitzewelle aus
Deutschland hat sich nicht einfach so verzogen - sie ist nach Boston gewandert! Heute
hatte es hier 98.6°! (Fahrenheit natürlich). :-). Ich bin mit Jan fleissig am
streiten darüber was besser ist - Strand oder Klimaanlage. Dank "viel zu tun"
haben wir uns für die Klimaanlage entschieden.
Appropos viel zu tun: Es geht vorran! Am Freitag werde ich die
Hauptrechnerplatine für unseren Roboter bestücken und in Betrieb nehmen können. Sollte
sie einigermaßen fehlerfrei sein haben wir den größten Teil der Hardwareentwicklung
damit abgeschlossen. Jan's Motorcontroller für die neuen Unterwasserantriebe geben auch
schon die ersten erfolgversprechenden Lebenszeichen von sich. Außerdem haben wir in den
letzten Tagen zusammen mit Prof. Rus die genaue Aufgabenverteilung für unsere
Diplomarbeiten in ein Dokument gefasst, und dieses zur offiziellen Anmeldung an die TUM
geschickt.
Die Pläne für die neuen Unterwasserroboter werden langsam
greifbar. Inzwischen wissen wir, dass wir auf jeden Fall zwei neue Roboter bauen werden -
und seit gestern auch, wie diese aussehen werden. Hoffentlich reicht die Zeit um ihnen ein
automatisches Andockmanöver beizubringen. Der Weg bis dahin ist noch lang ... Bin echt
gespannt, was wir noch alles schaffen so lange wir hier sind ... |
| Montag,
31.07.06 @ 01:30 am: Große Umtopfaktion Inzwischen
ist mein Basilikum so groß geworden, dass der winzige Blumentopf nicht mehr genug Platz
und Nährstoffe bietet => Nach der Christmasparty ging's ans Pikieren... natürlich in
ein würdiges Gefäß: Ein Mikrowellennudelbecher. Und ähm ... einer der Pflanztröge vor
unserem Haus hat nun etwas weniger Erde als zuvor ;-).

Ich hoffe, dass alle Sprösslinge den Umzug in ihr neues zu Hause
überlebt haben. Das aktuelle Befinden kann nach wie vor in der Langzeitstudie weiter
unten auf dieser Seite verfolgt werden. Viel Spaß! |
| Sonntag,
30.07.06: Weihnachten! Ja, du hast richtig gelesen:
Heute ist Weihnachten! Zumindest im Studenthouse. Große Christmas in July Party featuring
Christbaum, Plätzchen, Lebkuchen, Glühwein, Weihnachtslieder und -filme. :-)
Nach dem allsonntäglichen Ultimate Frisbee geht's ins Studenthouse
zum Cookies und Gingerbread backen.

Zwischendurch wird das Haus weihnachtlich dekoriert: Im
Keller finden wir einen Plastik-Tannenbaum zum zusammenstecken - immerhin fast zwei Meter
groß! - und aus Tonpapier werden Girlanden, Schneeflocken und Weihnachtssterne gebastelt.
Dazu gibt's Kunstschnee frisch aus dem Chemiewerk :-).
Mit etwa 30 Leuten wird dann gegen Abend - natürlich
bei passender musikalischer Umrahmung - Weihnachten gefeiert.
So haben wir auch mal ein amerikanisches Weihnachtsfest
miterlebt. Ich freu mich schon auf die Silvesterparty! ;-) |
| Mittwoch,
26.07.06 @ 4:48am: Wieder einmal Feuer(-fehl-)alarm Die
Überschrift sagt eigentlich schon alles. Wieder einmal schrecken wir aus dem Schlaf hoch.
Diesmal schauen wir allerdings nicht mal mehr nach. Oropax rein und weiterschlafen ;-).
Die Hausverwaltung sollte sich echt mal Gedanken machen, ob man die Anlage nicht mal
überprüfen sollte ... |
| Montag,
24.07.06: Ein neuer Mitbewohner! Wir haben Besuch!
Oder besser gesagt: Einen Untermieter! Das Problem: Er spricht weder Deutsch noch Englisch
noch Spanisch noch C++. Zur Begrüßung hab' ich natürlich gleich ein Foto gemacht:
Kennt den jemand? Kann uns jemand sagen wer das ist, wo
der herkommt, was er den ganzen Tag so macht, welche Sprache der spricht, etc.? Wir
sind um jeden Hinweis dankbar! |
| Samstag,
22.07.06: Wochenende? Wer braucht denn sowas? ;-) Es
ist Samstag. Der Regen plätschert, die Luft ist kühl, wir sind im Labor am arbeiten.
Anstatt der akuten Hitzewelle in Europa ist das Wetter hier im Moment überhaupt nicht
sommerlich. Naja, Urlaub hatten wir ja letztes Wochenende schon. Das schlechte Wetter
kommt gar nicht sooo ungelegen; wir haben einiges aufzuarbeiten. Hauptsächlich geht's ums
UFO: Das neue Sensorsystem für unseren "CargoCopter" will fertiggestellt werden
und die Piezo-Kreiselmodule für's Spielzeugufo sollen in wenigen Tagen in Serienfertigung
gehen. Viel zu tun ... inzwischen ist es 01:30 am - wir werden uns gleich auf den Weg ins
Bett machen. Morgen früh geht's weiter! :-) |
| Freitag,
21.07.06: HCP#2 Wooohooo! Das zweite HCP ist
eingetroffen!! Und dieses hat die Bezeichnung HCP (= HariboCarePaket)
nun tatsächlich verdient: Gummibärchen über Gummibärchen!

Der Sender dieses HCP möchte gerne anonym bleiben -
diesem Wunsch will ich natürlich uneingeschränkt nachkommen...
Hier noch ein paar Details zum HCP#2: Der zusätzliche
Inhalt des Pakets - Holländische Schokostreusel - lässt auf einen Herkunftsort nahe der
Holländischen Grenze schließen. Bei genauerer Betrachtung des Poststempels stellt man
fest, dass das Paket seine Reise in einer der Metropolen Nordrhein-Westfalens antrat. Auch
die Verpackung dieses HCP war - wie schon beim Ersten - liebevoll mütterlich zugeklebt...
auspacken durfte der Jan... ;-) |
| Nochmal
20.07.06: Die Engels feiern Monatstag! Heute sind
Engel und ich seit 5,25 Jahren zusammen! Vielen Dank für diese herrliche Zeit, Liebste!!
Du fehlst mir!!
     
|
| Donnerstag,
20.07.06: Das erste HCP ist da!!! *freu* And the
winner is .... *Trommelwirbel* ...

Meine Mama alias Mamer, großer Mamer, Mami, Mutter,
Cornelia, Muada oder Conny.
Aber jetzt mal von vorne. Nichtsahnend kommen wir heute ins Lab - es
ist ein Tag wie jeder andere. Ein DHL-Paket liegt auf meinem Stuhl und wartet
sehnsüchtigst auf seine Öffnung.
 
Natürlich muss es darauf nicht mehr länger warten. Jipppiiiieeee!
Ein HCP!!! Sofort mach ich mich ans Öffnen. Ein farbenfroher Zettel kommt zum Vorschein:
| Ja wie - nur 1 (in Worten EIN) Gummibärchen für
jeden?!? ;-)) Immer diese Mütter, wollen nur das Beste - und Gesündeste - für ihre
Kleinen :-). Egal, Hauptsache lecker! Also, weiter geht's mit Auspacken! |
 |
Tatsache! Genau 2 Gummibärchen. Verpackt in Gold - auch wenn kein
Gold der Welt den Wert dieser beiden Bärchen auch nur annähernd erreichen könnte:
 
Wir werden uns diese Gummibärchen für einen ganz
besonderen Anlass aufheben. Wobei wir uns noch nicht vorstellen können dass es überhaupt
einen Anlass gibt, der würdig genug ist, mit den einzigen Haribobärchen im Amiland
gefeiert zu werden!
Neben den HARIBObärchen erwarten uns viele viele
leckere Dinge: Müsliriegel, Vitaminbonbons, Bio-Gummibärchen, Vital-Kekse. *freu*. Auf
so einem Tisch macht das arbeiten gleich doppelt so viel Spaß :-)

Was mich ganz besonders gefreut hat war ein lieber
Brief und die Einladung zur goldenen Hochzeit meiner Großeltern, denen ich hiermit von
ganzem Herzen gratulieren möchte. Übrigens feiern meine Eltern ebenfalls am 25. Juli
ihre silberne Hochzeit. Auch dazu die besten Wünsche für die weitere gemeinsame Zukunft!
Zurück zum MCP (= Mütterliches Care Paket, HCP trifft
ja in diesem Fall nur teilweise zu): Vielen vielen Dank!!
@alle anderen: Natürlich warten wir weiterhin auf
Haribo-Bärchen! Beeilt euch, wenn ihr die ersten sein wollt, die uns ein richtiges HCP
schicken!! |
| Dienstag,
18.07.06: Stefan verlässt uns wieder ... und verpasst den nächsten Feueralarm
in unserer Wohnung Gegen 15:00 Uhr brechen wir auf in Richtung
Flughafen, wo wir Stefan mit Tränen in den Augen mit verschnieften Taschentüchern
hinterherwinken ;-). Guten Heimflug, Stefan!
| Gegen 23:30, kurz nachdem wir aus dem Lab nach Hause
kommen, lässt uns nun schon zum zweiten Mal der Feueralarm hochschrecken. Langsam sammeln
sich alle Bewohner auf dem Gang, wobei sich die meisten ziemlich gleich wieder in ihre
Zimmer verziehen. So auch wir. Der Alarm dröhnt noch einige Minuten weiter, bis ihn
irgendjemand irgendwie abschaltet. Etwa 15 Minuten später trifft die Feuerwehr ein. Und
ich hab' - rein zufällig - einen amerikanischen Feuerwehrmann aufs Foto gebannt :-). War
natürlich nicht so geplant, wollte nur das leere Auto fotografieren, aber in dem Moment
streckt der firefighter den Kopf zu unserem Fenster hoch und bittet uns die Haustür
aufzumachen. Nachdem der Alarm bereits abgeschaltet war und wir nicht sagen können wer
ihn wie deaktiviert hat, verlassen die Männer unverrichteter Dinge das Gebäude.
Vielleicht sollte sich die Hausverwaltung mal überlegen weniger fehleranfällige
Rauchmelder einzubauen ... |
 |
|
| Auch Montag,
17.07.06: Besuch am Harvard-Campus, Diet-Coke & Mentos Experimente und
Simpsons am Fluß Nach erfolgreicher und effektiver Arbeit an
unserem Unterwasserroboter (heute haben wir wieder einiges geschafft!) brechen wir auf in
Richtung Harvard-Campus. Man muss ja schließlich auch mal die Konkurrenz des MIT
begutachten. Die beiden Elite-Unis sind gerade mal zwei T(=U-Bahn)-Stationen voneinander
entfernt.
Zwichen den legendären Backsteinbauten ...

... tummeln sich Zahlreiche Studenten:
 
So klein, süß und verfressen hab' ich mir Geisteswissenschaftler
eigentlich gar nicht vorgestellt! Naja, man lernt nie aus...
Wie alle Touris berühren auch wir den linken Schuh von John
Harvard, dem Gründer. Ich hoffe, der Bayrische Löwe vor der Münchner Residenz ist nicht
sauer, dass ich mir mein Glück hier von einer anderen Statue hole ... andererseits ist
der so weit weg - vielleicht hat er's gar nicht mitgekriegt *hoff* ;-).
Den Abend widmen wir ganz der Wissenschaft. Die Gleichung
"Diet-Coke + Mentos = ?" sollte experimentell gelöst werden. Im Internet findet
man ja bekanntlich die wildesten Theorien über potentielle Lösungsmengen. Wir gehen der
Sache auf den Grund. Das Ergebnis: Diet-Coke + Mentos = Schaumfontäne! Beweis? Guckst du
Fotos!.
 
Uns ist durchaus bewusst, dass bei diesen Experimenten
unschuldige, wehrlose Diet-Coke ihre Kohlensäure lassen musste. Wir können jedoch
versichern, dass wir nach stundenlanger kontroverser Diskussion zu dem Ergebnis kamen,
dass dieses Opfer für die Wissenschaft unvermeidlich ist!
Der Abend liefert noch eine weitere wissenschaftliche
Erkenntnis: Genau so schaut man Simpsons: Man nehme
einen Steg am Muddy Charles mit Blick auf die Bostoner Skyline, einen Laptop und eine
Simpsons-DVD.
|
| Montag,
17.07.06: Meine Schwester hat's versucht... ... das
war auch schon der ganze Inhalt einer E-Mail, die ich heute von ihr erhielt. "Hallo
Bruder! ... Ich hab's versucht...". Und dann diese Fotos:

WOOOHOOOO! Ein HCP! *freu*.
Es geht weiter: Das HCP wird gefüllt - mit all den
leckeren Dingen, nach denen ich hier so verzweifelt suche.
Nur leider ist Manu genauso HARIBOsüchtig wie ich ...

|
Tja... war wohl nix... naja, wir werden dann mal weiter
warten. Irgendwann muss uns doch noch ein HCP erreichen, oder? |
|
| Sonntag,
16.07.06: Cape Cod von unten bis oben, zurück nach unten und back to Boston. Wir beginnen den Tag früh mit einer Runde "Adventure Golf". Klingt
doch gleich ganz anders als "Mini-Golf", oder? ;-)

Anschließend geht's in den Norden von Cape Cod. Eine
interessante Mischung: Saftig grüne Vegetation in einer Wüstenlandschaft - und
dann ist da natürlich noch das Meer.

Wir haben noch etwas Zeit um Provincetown, eine kleine
Urlaubsstadt ebenfalls im Norden von Cape Cod, zu besuchen. Nicht nur die Stadt war am
(vom) anderen Ufer ...
Der Spaß kommt natürlich nicht zu kurz: Kinder auf
dem Spielplatz: :-)
Wir machen uns auf den Heimweg, jedoch nicht direkt,
sondern mit einem kleinen Zwischenstop in Plymouth. Hier ist vor einigen Jährchen die
Mayflower mit den Pilgrim fathers gelandet. Ein "kleines" Modell existiert noch
als Touristenattraktion. Und ähm ... komische Hunde führen die Amis spazieren ;-)
 
Hier schlagen Männerherzen höher: Das typisch
amerikanische Motorrad. Wooohoooo! :-)
     
Leider steckt an keiner der Maschinen der Schlüssel, und so müssen
wir doch wieder mit dem Auto nach Hause fahren ... |
| Samstag,
15.07.06: Strandtag Früh am morgen (gegen 11:30)
verlassen wir unsere Herberge und machen uns auf den Weg zum Strand, dort hin, wo wir auch
schon den gestrigen Abend verbracht hatten. Der Wind ist sehr schwach, aber für einige
Startversuche und ein bisschen Body-Dragging zu zweit reicht's :-).
  
Gegen Abend trainieren wir unsere Frisbee-Skills und
genießen den Ausblick.

Wir sind nicht alleine am Strand ...

Leider auch nicht am Parkplatz ... Weiß jemand, was
ein Sticker-Beach ist? Wir haben's leider erst rausgefunden, nachdem wir den Strafzettel
von der Windschutzscheibe entfernt hatten ... Begründung: "No Sticker".
 |
Auf dieser überaus übersichtlichen Tafel ist groß
und deutlich zu lesen, dass man diesen Parkplatz, der groß mit "Public Parking"
ausgezeichnet ist, nur als Ortsansässiger Steuerzahler oder mit Beach-Sticker (der gerade
mal 45,- $ kostet) verwenden darf... *grrrr* |
Naja... Wir reagieren uns erst mal bei einem dicken
Wendy's Burger ab und fahren anschließend nochmal ans Meer. Ein schöner Sonnenuntergang
lässt die Gemüter wieder zur Ruhe kommen.

|
| Freitag,
14.07.06: Campingwochenende in Cape Cod Auf ins
Wochenende! Schon am Vormittag brechen wir auf zu ALAMO, wo wir über eine deutsche
Website (weil wesentlich billiger als das hier vor Ort zu machen!) für's Wochenende einen
kleinen Mietwagen gebucht hatten. Das Upgrade von unserem gebuchten "compact
car" zum "Fullsize Chevy HHR" gab's kostenlos - ein kleineres Auto war
nicht mehr verfügbar.
Wobei ... mit zwei Kites, Kiteboard und Gepäck ist's
auch in so 'nem Auto schon richtig schön kuschelig :-). Auf dem Weg nach Cape Cod machen
wir noch einen Abstecher zu Walmart, um uns für's Wochenende mit Zelt- und
Grillutensilien auszustatten, und zu einem Surfladen nahe der Halbinsel, wo Jan und Stefan
noch zusätzliches Kiteequipment mieten - schließlich wollen wir alle Kiten!
Ein traumhafter Strand erwartet uns in Cape Cod. Da
kommt Surfer-feeling auf! :-)

Der Wind ist gut - nicht wirklich stark, jedoch ideal
für ein paar Flugstunden am Strand und im Wasser. Auch Jan und Stefan sind begeistert vom
Kiten.
 
Leider hat Stefan eine sehr unschöne und schmerzhafte
Begegnung mit dem Strand - mit zwei Schürfwunden an den Beinen wird er die Berührung mit
Salzwasser wohl noch einige Tage vermeiden wollen ... :-(
Gegen Abend erwartet uns ein traumhafter
Sonnenuntergang.

Erschöpft, zum Teil verletzt aber gut drauf machen wir
uns auf in Richtung Campingplatz ... Am dritten überfüllten Platz machen wir uns langsam
Gedanken, wie und oder wo wir alternativ übernachten könnten ... seit wann sind die Amis
so wild auf's Campen? Als letzten Ausweg nisten wir uns im Budget Inn Motel im Süd-Westen
der Halbinsel, nahe am Festland, ein.
 
... wo wir nach einem auf der Herdplatte gegrillten
Steak todmüde ins Bett fallen. |
| Freitag,
14.07.06: Beginn eines Campingwochenendes in Cape Cod Heute
geht's mit Zelt und Kite Richtung Cape Cod, eine Halbinsel etwas südlich von Boston. Bin
daher über's Wochenende wohl nur schwer bis gar nicht zu erreichen (je nachdem ob wir
zwischendurch mal Zeit und Lust haben irgendwo ein Netzwerk zu knacken ;-) ). Berichte
folgen natürlich! Ach ja, die Basilikumexperimente werden dort natürlich fortgeführt
:-). |
| Donnerstag,
13.07.06: Arbeit am Unterwasserantrieb; MIT-Museum Nachdem wir uns heute wieder viel zu früh aus dem Bett gekämpft und mit
einem großen Kaffee auf ein entsprechendes Aktivitätsniveau gebracht hatten ging's auf
ins Lab, um dort weiter am Zentralcomputer für den Unterwasserroboter und an dessen
Antrieben (Ansteuerungselektronik für die Motoren) zu arbeiten. Dabei kam es zu den
ersten Unterwassertests - leider nicht im Südpazifik oder wenigstens im Pool, sondern in
einer weißen Tonne, die wir vorher eigenhändig (oder besser eigeneimerig?) mit Wasser
füllen mussten. Hier ein kleiner Einblick in unsere Arbeitsumgebung:
  
An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass wir nicht die
einzigen sind, die sich zum effektiven Arbeiten eine kreativ chaotische Umgebung schaffen.
:-)
Den Nachmittag verbrachten wir mit Stefan im MIT-Museum.
Hier sind mehr oder weniger aktuelle Forschungsprojekte des MIT, unterhaltsame
Experimente zum Thema Wahrnehmung und technische Kunstwerke ausgestellt. Stefan war wohl
hauptsächlich an Kismet, einem mit Menschen interagierenden Roboterkopf interessiert, da
er im Rahmen seiner Bachelorarbeit ein ähnliches Emotionsdisplay entwickelte.
Auch für uns gab's Spannendes zu sehen: Links die IMU
(= Inertialsensorsystem), die in den Apollo-Missionen in den späten 60ern eingesetzt
wurde. Rechts daneben unsere hier entwickelte IMU, die im Unterwasserroboter AMOUR
eingesetzt wird (der natürlich im Begriff ist weltweit einen mindestens vergleichbar
großen Hype wie die Mondlandung hervorzurufen! ;-) ). Der technologische Fortschritt
sollte in den Fotos deutlich erkennbar sein ...
 
|
| Dienstag,
11.07.06: Besuch aus Deutschland! Juhuuu! Besuch
ist da!
Genauer gesagt: Stefan, ein Komilitone von uns. Er wird für eine
Woche hier sein um Eindrücke vom MIT, Land und Leuten zu sammeln und um mit Kiten zu
gehen :-).
Heute Abend gab's gleich einen Fußmarsch durch die Stadt, dann
über den Fluss Richtung MIT, um bei Einbruch der Dunkelheit die Skyline zu genießen.
Weitere Berichte folgen :-). |
| Langzeitstudie:
Basilikum Anstatt des angepeilten eiskalten Joghurt-drinks
habe ich gestern beim Water-Melon Festival leider nur einen winzigen Blumentopf mit
Pseudo-Erde und Basilikumsamen beim Glücksrad gewonnen. Hab' mich zwar beschwert, dass
ich auf dieses - zweifellos gesunde - Essen so lange warten muss, jedoch ohne Erfolg. Also
wurde gestern Abend angepflanzt :-). Und da das Wachstum von Basilikum in
Massachusetts die Welt schon seit Jahrtausenden fasziniert werde ich die Entwicklung
dieses Experiments hier im Detail dokumentieren. :-)
     
     
     
     
     
     
     
     

Ergänzung (12.07.06): Heute hat mich eine
mütterliche E-Mail erreicht, die ich hier gerne zitieren möchte: "Damit du für die
große Ernte gerüstet bist ...". Genau! Ich erwarte eine große, ausgiebige Ernte
und bin daher sehr dankbar für die Rezepte für Paprika-Basilikum-Nudeln und
Basilikum-Rühreier! Nur muss ich dazu natürlich meine Farm weiter ausbauen. Weiß jemand
was schneller wächst? Paprika oder ein Küken bis zur Eierlegungsreife? Oh man, wenn uns
nicht bald ein HCP erreicht verhungern wir hier! ;-) |
| Samstag,
08.07.2006: Watermelon-Festival Frei nach dem Motto

haben sich die Bostonianer das Watermelon-Festival ausgedacht:

Eine Charity-Veranstaltung mit Spiel und Spaß und kostenlosen
Leckereien für Alle - allem vorran natürlich mit kostenlosen Wassermelonen!
... die wir natürlich auch fleissig genossen haben :-). Und das
Beste: Ich hatte mein erstes Baseballspiel! Gegen einen starken, würdigen und
letztendlich auch unschlagbaren Gegner:
Nachdem wir genug Melone genascht hatten, machten wir uns auf den
Weg zum Carson-Beach, um uns beim Beach-Volleyball auszutoben.

(Abbildung ähnlich)
|
| Independence
Day 2006: Die Amis feiern Ihre Unabhängikeit - und wir feiern mit :-)   
Wer im Geschichtsunterricht gut aufgepasst hat (=> Du) oder
weiß, wie Wikipedia funktioniert (=> Ich) ;-), der weiß, dass am 04. Juli 1776
Vertreter der bis dahin 13 Nordamerikanischen Kolonien im "Continental Congress"
die Unabhängigkeitserklärung unterzeichneten. Von da an waren die Pilger nicht länger
Briten - jetzt waren sie Amerikaner.
Dass es einem studierten Fernsehtechniker vom MIT namens David
ebenfalls an einem 4. Juli gelang, feindliche Alien-Raumschiffe mit einem Computervirus zu
infizieren, der es den Streitkräften dieser Welt - allen vorran natürlich den
Amerikanern - ermöglichte, die Invasion der Aliens zu verhindern, ist reiner Zufall. Wie
ihr alle wisst wird der Independence Day seither international gefeiert... zumindest in
den Kinos dieser Welt. :-)
  
Hier im Amiland will natürlich jeder dabei sein. Schon sehr früh
am morgen finden sich die ersten Picknicker auf der Esplanade entlang des Charles River
ein. Hier feiern sie den Tag beim Picknick mit Familie und Freunden, um Abends eine große
Bühnenshow zu erleben, die mit einem riesigen Feuerwerk über dem Charles-River
ausklingt. Vormittags gibt es in der Stadt eine Parade, die Unabhängigkeitserklärung
wird feierlich verlesen, und die USS Constitution - das älteste Kriegsschiff, das
immernoch in der Flotte der US Navy registriert ist - wird auf Spazierfahrt geschickt. Das
Schiff muss einmal im Jahr bewegt werden, ansonsten kann es nicht mehr als aktiv geführt
werden... Die spinnen, die Amis ;-)
Das Feuerwerk vor der Skyline Boston's konnten wir auf Einladung von
David - der, mit dem wir letzten Samstag Kiten waren - vom Dach des MIT Media-Centers aus
genießen.

Nach dem Feuerwerk strömten Hunderttausende - natürlich alle auf
einmal :-) - vom Ufer des Charles River in alle Richtungen nach Hause. Wir haben
gemütlich auf dem Dach abgewartet, bis der größte Andrang vorrüber war.
Auf unserem Nachhauseweg über die Longfellow-Bridge konnten wir ein
Lichtermeer auf dem "Muddy Charles" genießen. Jeder, der irgendwie an ein Boot
kam, hat das Feuerwerk wohl vom Wasser aus beobachtet. Wobei ich bezweifeln möchte, dass
unsere Location auf dem Dach des MIT Media-Centers wesentlich schlechter war ... :-)

|
| Sonntag,
02.07.2006: DIE Chance berühmt zu werden!! Trotz des
Artikels vom 29.06.2006 hat uns bis dato immernoch kein HARIBO-Carepaket (im Folgenden HCP
genannt) erreicht (obwohl schon 3 Tage vergangen sind!). Daher wollen wir
hiermit den Ansporn vergrößern: Neben dem nie dagewesenen Gefühl haribohungernden
Studenten in Not geholfen zu haben bieten wir euch hiermit die einmalige Chance
international berühmt zu werden!
| Hier könnte dein Foto stehen! Sei die oder der Erste, der oder die ein HCP an unten ganannte Adresse
schickt - und wir werden uns mit der Veröffentlichung DEINES Fotos auf
dieser, einer der meistbesuchtesten Websites weltweit ! ;-), erkenntlich zeigen!! Lass'
dir diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen!! |

|
|
| Samstag,
01.07.2006: Wooooohoooooooooooo!!!! :-) 
|
Samstag,
01.07.2006: Wochenrückblick
 |
|
Eine arbeitsreiche Woche geht zu Ende. Teilweise waren
wir bis 22:00 Uhr im Lab und haben am Navigationssystem für unseren Unterwasserroboter
gearbeitet. Freitag war es endlich so weit: Die Inertial Measurement
Unit (IMU), mit der der Roboter seine Orientierung im
Raum bestimmen kann, konnte kalibriert werden. Die IMU ist
der kleine Kasten in der Mitte des Fotos, zu dem die Kabel führen. Montiert auf einer,
zur Kalibrierung zweckentfremdeten, CNC-Fräse :-).
Wir sind begeistert von der Präzision, die unser neues Messystem
bietet. Sensorrauschen kleiner zwei 100tel Grad!
Das haben wir dann am Freitag Abend auch mit einigen Leuten fleissig
gefeiert - erst auf dem Dach des Student House mit Blick auf die Skyline, danach im
Avalon-Club auf der "Revenge of the Nerds" Party :-). |
|
| Freitag,
30.06.2006: Es regnet - jedoch kein Wasser. Lampen! Wir
sitzen an unserem Desk und präsentieren Keith - dem Fizechef im Lab - stolz unsere
bisherigen Ergbenisse (mehr dazu später). Ein riesiger Knall, nicht weit entfernt, lässt
uns alle hochschrecken und durchs Lab laufen um den Ort des Geschehens zu inspizieren.
Autsch ... das hätte böse ausgehen können:

Bei dieser Lampe, die auf dem Foto vielleicht aussieht
wie eine winzige, harmlose Halogenlampe, handelt es sich um eine etwa 10kg schwere
Natriumdampflampe. Diese Lampen hängen so ziemlich überall im CSAIL von der Decke. Wir
haben uns am Freitagabend natürlich nur noch zwischen den Lampen bewegt ... Die
Gebäudeverwaltung ist am rotieren, es werden wohl heute und morgen noch sämtliche Lampen
im Gebäude überprüft. Schon krass ... |
| The Ray and
Maria Stata Center ... das Gebäude, in dem wir
arbeiten ... aus einem etwas anderen Blickwinkel. Ratet mal, wer oder was dieses Video
aufgenommen hat! :-)
statacenter.wmv (2.8
MB)
P.S.: Das Video sollte problemlos mit dem Windows Media
Player zu öffnen sein. |
| Donnerstag,
29.06.2006: HELP!!! Wir befinden uns in einer
tragischen Notlage! Die Sache ist so unfassbar grausam - ich kann's kaum in Worte
fassen... aber in Bilder. Guckst du:

|
 |
Dieser Notstand - das LETZTE Gummibärchen!! - hat zu einem verbitterten Kampf zwischen
Jan und mir geführt. Wer genau hinsieht sollte das diabolisch rote Funkeln in meinen
Augen erkennen ... Letztendlich wurde das Gummibärchen dabei zerquetscht und keiner
konnte es mehr essen ;-\. |
Wie dem auch sei - nun zu meinem eigentlichen Anliegen:
Wir brauchen Nachschub! Die Amazon.com Vorräte haben wir inzwischen aufgekauft. Falls
sich jemand verleitet sieht HARIBO-hungrigen Studenten zu helfen, so möge Er oder Sie
bitte ein entsprechendes Carepaket schnüren und es an folgende Adresse schicken:
MIT CSAIL
Daniel Gurdan
32 Vassar Street
room #: 32-376
Cambridge, MA 02139
USA
P.S. Diese Adresse existiert natürlich wirklich.
Jegliche Art von Post ist jederzeit gerne willkommen :-). |
| Donnerstag,
29.06.2006: Geld für's MIT! Die Tatsache hier zu
sein, ohne irgendwelche Studiengebühren zu zahlen, bereitet uns schon von Beginn an
Kopfschmerzen und schlaflose Nächte *muhahaha*. Um unser schlechtes Gewissen zu beruhigen
haben wir dem MIT heute auf andere Art und Weise Geld zukommen lassen... ;-)

|
| Montag,
26.06.2006: Geier am MIT! ... hungrige Geier ... es
gibt hier einen E-Mail-Verteiler "vultures" - zu Deutsch: Geier. Wenn ein
Späher des Schwarms frische, kostenlose Beute erblickt alarmiert er via E-Mail
(spätestens seit Thunderbird können auch Vögel E-Mails schreiben ;-)) die anderen, die
begierig auf die Koordinaten der Beute warten. Schon stürzt sich der ganze Schwarm auf
das wehrlose Buffet. Die hungrigen Vögel wissen, dass sie schnell sein müssen - meistens
dauert es nicht lange bis die Reste eines für den öffentlichen Verzehr freigegebenen
Buffets im Abfall verschwinden ...
Auf diese Art und Weise konnte ich heute mal wieder ein leckeres
Hünchenfilet mit Spargel inkl. Salat, Getränken und Dessert zum Nulltarif genießen
*freu*. |
| 25.06.2006: Ein
arbeitsreicher Sonntag. Wieder mal viel viel
Regen ... Ende letzter Woche hat uns ein Brief aus Deutschland erreicht. Inhalt: Viele
kleine Platinen - das "Gehirn" für unser neustes UFO. => Jan und ich sind
heute mit dem Fahrrad durch den Regen vor dem Regen ins Lab geflüchtet ;-) um hier
fleissig am UFO zu basteln. Irgendwie muss man den Sonntag ja genießen, oder? ;-) |
| Samstag,
24.06.2006: Food & Fruit shopping @ Haymarket Woohooo!
Endlich mal wieder anständiges Essen! Mit Philipp (dem Schweizer ausm Lab), Lijin (auch
ausm Lab), und einigen Leuten aus Philipps WG (übrigens richtig cool: Ein ganzes
Altbau-Haus mitten in Boston, in dem 24 MIT Studenten hausen) sind wir trotz Regen und
Deutschlandspiel um 10:30 (also 10:45 nach amerikanischer Pünktlichkeit :) ) zum
Haymarket gegangen und haben dort richtig gutes Essen eingekauft. Steaks, Gemüße, Salat
und viiiieeeel Obst. Drei große Schalen Erdbeeren für 1.00$ - so macht einkaufen Spaß!
:-)
Das ganze wurde dann in der Großküche des MIT Student House - nach der zweiten Halbzeit
des Achtelfinalspiels - gemeinsam in ein wunderbares Essen verwandelt.
Sowas im Land der unbegrenzten ... ähhh ... Fastfoodketten zu genießen ist schon was
besonderes ;-)
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| Freitag,
23.06.2006: Das MIT ist undicht! Auszug aus einer
E-Mail, die heute über den Verteiler ging:
[...] The sudden downpour we just experienced flared up several
known leaks, and we are still getting damage reports in from different areas. [...]
and since this area has previously collapsed due to water damage it is unsafe to be in the
room until further notice [...]
Vielleicht hätte man einen Teil der enormen Studiengebühren in ein wasserdichtes Dach
investieren sollen? ;-) |
| Donnerstag,
22.06.2006 @ 04:00 am: Fahrraddiebstahl knapp verhindert; Verluste: siehe
Bild. 
Ich schrecke aus dem Schlaf hoch. Jan steht neben mir am Fenster (das
da im Bild) und brüllt nach Draußen. *wtf?*
Vor dem Fenster spielen sich dramatische Szenen ab: Irgendein Typ zuckt erschrocken
zusammen, hält den Fahrradsattel, den er bereits von einem der beiden angeketteten
Fahrrädern demontiert hat, fest in der Hand und flüchtet sich Hals über Kopf in ein
weiter oben in zweiter Reihe geparktes Auto, aus dem laute Musik dröhnt, die Jan zuvor
dazu bewegt hat verschlafen ans Fenster zu torkeln um nachzusehen, was da los ist ...
Dank der Liebe zur Musik des Fahrraddiebs und Jans Instinkten haben
wir also unsere Bikes noch. Leider jedoch eines ohne Sattel ... Schon verrückt. Und das
in Beacon Hill - einem nicht gerade schlechten Viertel in Boston. |
| Mittwoch,
21.06.2006: Gummibärchen!! Gaaaaanz viele!!!! Wohl
mit Abstand der glücklichste Tag seit ich hier bin *g*. 5 kg! Und da es sonst im Amiland
(fast) nirgends HARIBO zu kaufen gibt kam das ganze direkt von amazon.com :-).
 
Kommentar vom 25.06.2006: ca. 1/4 ist noch übrig! ;-) |
| Montag,
19.06.2006: Fotoshooting Hier das Ergebnis eines
nächtlichen Fotoshootings. Motiv: Boston, was sonst ... :-)

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Samstag,
17.06.2006: Feuer!!! ... und ein herrlicher Tag am Strand.
08:57 am. Ein lauter, penedranter Piepton reisst Jan und mich aus den Träumen. Scheint
von vor unserer Tür zu kommen. Also aufstehen und nachschauen. An dem großen roten
Feueralarmkasten im Gang, der mit ca. 2 Millionen Rauchmeldern im Haus verbunden ist (min.
2 pro Zimmer!), sind 50 verschiedene Lämpchen wie wild am blinken und das Sirenenteil
daneben macht einen Riesenkrach.

Und das, obwohl wir doch ausschlafen wollten?! Na gut, wir sind also
wieder in unser Zimmer um abzuwarten. Raus getraut haben wir uns nicht - könnte ja sein,
dass die Strasse vor'm Haus brennt! ;-)Kurz darauf
ohrenbetäubende, typisch amerikanische Sirenen Marke Kojack direkt vor unserem Fenster
(das wir jederzeit als Notausstieg hätten nutzen können...). Eine Horde Feuerwehrmänner
springt in voller Montur (inkl. Atemgerät!) aus dem Auto, rennt ins Haus, einer drückt
auf den "Aus-Knopf" am Feueralarmkasten und schon fahren sie wieder zurück zur
Feuerwache, die gerade mal zwei Blocks von uns entfernt ist.
Solche Fehlalarme scheint's hier in den alten Häusern häufiger zu
geben. Die Feuerwehr rückt fast stündlich aus, und nur selten dauert es länger als 10
Minuten, bis die Autos wieder in der Garage stehen ...
Nun waren wir also wach. Und es war heiß! Endlich! Und Wind ging
auch! Jippiiiieeee! => Kite gepackt, riesen Rucksack aufgeschnallt und mit dem Fahrrad
in der Mittagshitze 5 Meilen zum Strand geradelt. Aus Gewichtsgründen hatte ich das
Kiteboard nicht dabei. Während Jan sich mit einem fast 2 m großen Sportdrachen am Strand
austobte, ließ ich mich in voller Kiteausrüstung durchs und manchmal auch über's Wasser
ziehen. Woohoooooooo! :-) Wir hatten leider keine Kamera dabei => Fotos gibt's
nächstes Mal! |
| Freitag,
09.06.2006: Männer bei der Arbeit Da sind wir alle
fleissig am Löten. Iuliu und Carrick (die beiden, die schon von Anfang an mit dem
Unterwasserrobotikprojekt beschäftigt sind) fliegen am kommenden Mittwoch zu Experimenten
nach Tahiti. Natürlich helfen wir bei der Fertigstellung der benötigten Hardware mit.
Ach ja, "so ganz nebenbei" läuft das Eröffnungsspiel der Fußball-WM - über's
Internet gestreamt von Jan's Linuxserver in Köln :-).

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| Donnerstag,
08.06.2006: Umzug! Jippiiiee! Größere Wohnung!! In
unserem Haus wurde ein Appartment im ersten Stock frei - hoffentlich nicht mehr ganz so
stickig wie oben unter'm Dach ...

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| Sportlicher
Alltag Was am Amiland so richtig cool ist: Sport
gibt's immer und überall. Kiten und Segeln hab' ich ja schon erwähnt. Aber das MIT hat
noch einiges mehr zu bieten: Hier am Campus gibt es ein riesiges Sportzentrum mit großem
und kleinem Pool, 2 riesigen Fitness-Centern, Basketball-, Volleyball-, und Squashcourts,
vielen vielen Außenanlagen, etc.. Selbst im Stata-Center, in dem auch unser Lab ist,
gibt's ein kleines Fitnesscenter und ein Sportbecken.
Wir sind jetzt jeden Montag Abend mit einigen Kollegen aus'm Lab
Squash spielen. Donnerstags und Sonntags steht "Ultimate Frisbee" auf dem
Programm. Ist im Prinzip wie Handball, nur dass der Ball ziemlich Flach ist ;-) und als
"Tor" die komplette Stirnseite des Feldes dient. Ach ja, und der
"Ball" muss im Tor gefangen werden. |
Sonntag,
03.06.2006: Segelkurs am Charles River Der
"Muddy Charles", wie er von den Einheimischen genannt wird, ist ein Paradies
für Segler. Der Athletic Club des MIT hat dort ein eigenes Bootshaus mit etwa 30 kleinen
Segelbooten (max. 2 Personen). Und das Beste: Ausleihen kostet nichts!
Jeden Sonntag gibt's einen Einführungskurs für Neulinge. Genau
nach meinem Geschmack: "Ok guys, wir erklären euch jetzt kurz die wichtigsten
Basics, dann zeigen wir euch, wie ihr euer Boot fertig macht und dann geht's raus aufs
Wasser - durch's Ausprobieren lernt ihr am schnellsten" :-).
Ja, und so war's dann auch. Hat riesig Spaß gemacht - das MIT
Bootshaus wird mich wohl im Laufe des Sommers noch öfter zu Gesicht bekommen. Und all das
vor einer herrlichen Kulisse. Der Hügel zwischen Fluß und Hochhäusern ist übrigens
Beacon Hill, das Viertel in dem wir wohnen.
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Montag,
23.05.2006: Erster Tag im Labor

Heute ging's zum ersten Mal ins Distributed Robotics Lab von Professor
Daniela Rus, wo wir wohl in den kommenden fünf Monaten einen Großteil unserer Zeit
verbringen werden. Das Lab liegt mitten im Stata-Center, dem
Gebäude, das das Institut für Computer Science und Artificial Intelligence, kurz CSAIL,
beherbergt.
Dass hier an künstlicher Intelligenz geforscht wird zeigt schon die
Architektur des Gebäudes :-). |
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Und so sieht's innen aus: Tonnenweise elektronische Bauelemente, Lötstationen,
Messgeräte aller Art und viele viele kleinere und größere Roboter. Kurz gesagt: ein
Paradies für den Technikfreak :-) |
Empfangen wurden wir erst mal von Philipp, einem gut gelaunten
schweizer Maschinenbauer, der hier gerade mit seiner Bachelorarbeit beschäftigt ist.
Verständigung klappt übrigens auf Englisch besser als auf Switzer-Dütsch :-).
Dann trafen wir auch Prof. Daniela Rus, mit der wir erst einmal in
Ruhe besprachen, in welchem Projekt wir uns wohl am besten einbringen könnten, was uns
Spaß machen würde und wie die Einarbeitungsphase aussehen sollte.
| Wir arbeiten nun beide an einem Unterwasserroboter
Projekt, genannt AMOUR (Autonomous Modular Optical
Underwater Robot), mit. Das System besteht bisher aus
mehreren Sensornodes, die auf den Meeresboden abgesenkt werden, um dort fortlaufend
biologische Daten zu sammeln, sowie einem Tauchroboter, der die von den Sensornodes
gespeicherten Daten sammelt und bei Bedarf auch die kompletten Nodes an die
Wasseroberfläche befördert. Unsere Aufgabe ist es nun die
Sensorik und Steuerungselektronik für die nächste Generation solcher Roboters zu
entwickeln. Anschließend werden wir Software und Algorithmen zur Unterwassernavigation
entwerfen. Ziel ist es im Oktober zwei neue Roboter zu haben, die in der Lage sind
unterwasser autonom aneinander anzudocken.
Ein spannendes Projekt, das sicher auch das ein oder andere
Experiment im Pool erfordert :-). |
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| Wochenende,
20./21.05.2006: Boston, here we are! Das erste
Wochenende haben wir genutzt um in Form von Fahrradtouren und Kite- und UFO-Flügen Stadt,
Strand und Leute kennen zu lernen. UFO fliegen im Boston Common ist echt lustig. Die Leute
hier schauen nicht einfach nur kurz hin und stressen weiter. Nein. Jeder zweite kommt her
und fragt "did you make it?". Wir: "yes". "graduate
students at MIT?" Wir: "yes". ;-)
Zum Kiten ist es hier natürlich auch herrlich - die U-Bahn, alias
"the T", fährt direkt bis zum Revere Beach.
 
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| Freitag,
19.05.2006: Anschaffung einer Grundausstattung Um mobil zu sein haben wir uns natürlich auch sofort ein USA-taugliches
Fahrzeug besorgt:

hups - sorry, falsches Foto. Here we go:

Ein wunderbares 130$ Walmart-Bike. Warum der Sattel
fehlt? Das erfahrt ihr später ... :-). An dieser Stelle sei auch schon erwähnt, dass
Jan's Tretlager bereits nach 3 Wochen den Geist aufgab. Walmart hat allerdings sofort
gegen ein komplett neues Fahrrad umgetauscht. |
| Donnerstag,
18.05.2006: Flug & Ankunft Nach
einem schweren, tränenreichen Abschied von Engel bin ich mit Jan nun also in Boston
angekommen. Wow ... 5 spannende Monate liegen vor uns. Keiner weiß, was uns hier erwartet
... ich bin gespannt. Auf geht's! Mit Shuttle-Bus und T (MVV von Boston :-) ) ging's
mitten ins Zentrum. Station Government Center. Von hier aus ist es etwa eine halbe Meile
zu Fuß zur 27 Hancock St., Beacon Hill.

Beacon Hill Liegt ziemlich Zentral in Boston. Zum Boston Common, einem großen, an
schönen Tagen stark besuchten Park, sind es nur wenige hundert Meter. Das MIT ist mit dem
Fahrrad in gut 10 Minuten zu erreichen. Das Viertel ist geprägt von alten
Backsteinbauten.
Die Schlüssel für unser möbliertes Appartment hatten
wir bereits in Deutschland via FedEx erhalten. Also dann, auf in die Hancock St. 27, Apt.
12.
Ein kleiner Einblick in
unsere luxuriöse Wohnsituation. Ein Doppelappartement, wie es im Buche steht. Die
Glasfront an der Stirnseite des Zimmers gewährt einen wunderbaren Ausblick auf das in
dezentem grau gehaltene Dach des Nachbarhauses.
Eine traumhaft ausgestattete Einbauküche lässt
Frauenherzen höher schlagen *muhaha*.

Auch die sanitären Anlagen sind excellent, und müssen
lediglich mit drei anderen Bewohnern geteilt werden.
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Und all diesen Luxus für nur rund 1000$ pro Monat! ...
Und das ist noch richtig billig für Boston. Ein Platz im Studentenwohnheim hier am Campus
würde min. 600$ pro Person pro Monat kosten ... Naja. 5
Monate lässt's sich hier schon aushalten. Die meiste Zeit werden wir wohl sowieso im Lab
verbringen. |
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