top_skyline_daytime.jpg (4299 Byte)top_mit.jpg (5934 Byte)top_kite.jpg (3155 Byte)bot_sunset.jpgtop_rainbow.jpg (2353 Byte)top_skyline_nighttime.jpg (3828 Byte)
Cool! Du hast es bis hierher geschafft! Schön dass du wieder dabei bist!

Ich hab' ein kleines Update gekriegt: Zum DEBB kam noch ein M dazu! Nun darf ich mich stolz Daniel's Elektronischer Begleiter in Boston und Moorea nennen!. Daniel war ein bisschen sauer, dass ich während seines letzten Aufenthalts in Boston seine intimsten Geheimnisse, die peinlichsten Erlebnisse und alles von dem niemand erfahren sollte rücksichtslos und ohne Gnade veröffentlicht habe *muhaha*. Das bringt mich eigentlich nur zu einem einzig richtigen Entschluss: Weiter so!! ;-)

Also dann, viel Spaß beim Lesen!
Der neue DEBBM

P.S. Kleine technische Information am Rande: Der aktuelleste Artikel wird immer oben erscheinen. => Solltest du zum ersten Mal hier sein: Guckst du unten!

P.P.S. Daniel weiß nicht's von dieser Seite. Für Rechtschreib- oder Syntaxfehler ist er damit selbstverständlich NICHT verantwortlich. Flames gehen an mich. Für Fragen und Anregungen erreichst du mich unter DEBB@gurdan.de .

P.P.P.S. Dir wird vielleicht auffallen, dass an Stelle der, nach dieser Einleitung wohl erwarteten, auktorialen Erzählsituation in sämtlichen Berichten von der ersten Person Singular Gebrauch gemacht wird. Diese Formulierungen beziehen sich, zur besseren Nachvollziehbarkeit evtl. involvierter Gefühle, tatsächlich auf Daniel, nicht auf mich.

P.P.P.P.S. Solltest du rechts kein Gästebuch sehen: Guckst du hier!

P.P.P.P.P.S. So ein Gästebuch ist langweilig ohne aktuelle Einträge => Schreibst du!! :-)

Nachtrag

Wieder ist eine spannende, aufregende, erfolgreiche und v.a. spaßige Reise zu Ende. Schade eigentlich, ich hätte es schon noch ein, zwei Wochen auf Moorea aushalten können ;-). Hier ein paar schöne Bildchen für euch zum Download. Sowas macht sich gut als Desktop Hintergrund :-). Einfach draufklicken!

  moorea1_mini.jpg (16545 Byte)    moorea2_mini.jpg (15770 Byte)   sharks_mini.jpg (5835 Byte)

Demnächst sollte hier auch noch ein Link zu nem cooooolen UFO-Video erscheinen. Viel Spaß und fettes Merci an all die treuen DEBB-Leser da draußen!! Bis zum nächsten Mal!

Ostermontag: AMOUR lebt weiter!

Dank Stefan. Seit heute steht das Thema seiner Diplomarbeit fest: Buoyancy-Control für AMOUR! Zu Deutsch: Er verpasst unserem Kleinen eine Schwimmblase, damit er auch mit Nutzlast - egal wie viel - richtig effektiv arbeiten kann. Dazu muss AMOUR natürlich auch erst mal eine neue Hülle bekommen. Viel Erfolg und Spaß bei der Arbeit!!

P.S.: Stefan's Leben am MIT ist unter http://www.boston.wire.to DEBB-ähnlich dokumentiert :-).

Freitag, 06.04.2007: Heimflug

Die letzten Tage sind schnell vergangen. Wenig Schlaf, viel Arbeit. Resultat: Eine Forschungsgruppe am MIT, die bisher mit unserer Konkurrenz "Draganfly" gearbeitet hat, hat nun 5 autonome X-3D BL UFOs rumschwirren und sind mehr als begeistert :-).

Freitag Nachmittag brechen wir mit dem Taxi auf in Richtung Flughafen. Man sollte es nicht glauben, aber diesmal bekomm' ich nur die Standard-Durchsuchung :-). Woohooo, ich hab' offensichtlich meinen fiesen look verloren! ;-)

Mittwoch, 04.04.2007: Tiefste Trauer

Das Unfassbare ist geschehen! In unseren Gesichtern spiegeln sich Trauer und Schmerz. Dunkle Wolken ziehen auf über dem Land, in dem Kälte und Regen den grauen Alltag beherrschen. Genau wie wir, so haben auch Roboter eine zerbrechliche, sterbliche Hülle. Unser Baby, AMOUR V, hat die lange, schwere Reise nicht überlebt... 

amourdead.jpg (47715 Byte)

AMOUR V, ruhe in Frieden.

Wie sollen wir mit diesem Schmerz, dieser Wut, dieser Verzweiflung umgehen? Werden wir jemals wieder lachen können? Jetzt wäre ein Trauer-HCP genau das richtige ... bitte aber an die Münchner Adresse schicken, hier wird es uns nicht mehr erreichen ...

Wir versuchen uns aufzumuntern: AMOUR's Seele wird weiterleben! Wir werden sein Gehirn reaktivieren, die 1000den Zeilen C-Code werden ihren Dienst weiter tun und den Willen unseres Roboter weiterhin auf dieser Erde ausführen! Wenn auch in einem neuen Körper ... Zum Glück war AMOUR Hindu! ;-)

Dienstag, 03.04.2007: Kälte um uns rum

Den heutigen Tag verbringen wir fast ausschließlich im Flieger (die Zeitverschiebung trägt natürlich auch noch nen Teil dazu bei). Pünktlich um 9:15 pm landen wir in Boston. 28° Temperaturunterschied!! Negativ!! *brrrrrrr*.

Stefan holt uns am Airport ab. Er ist heute Nachmittag in Boston angekommen und wird das nächste halbe Jahr ebenfalls seine Diplomarbeit in DRL Lab machen. Viel Spaß und Erfolg, Stefan! Mit dem Taxi geht's zum Stata Center, wo wir unsere 550 lbs Gepäck nach oben schleppen. Wir übernachten die letzten drei Nächte bei Iuliu, in seiner WG ist gerade ein Zimmer frei. 

Montag, 02.04.2007: Die letzte Urwalddusche und der Aufbruch in die Kälte

waterfall.jpg (31094 Byte)                jungleshower.jpg (50090 Byte)

So lässt sich's leben! :-). Michael kutschiert uns nach dem Kofferpacken (= früh am morgen :-) ) mit dem Jeep über holprige Wege zum Ausgangspunkt einer kurzen Jungelwanderung, die an diesem herrlichen Wasserfall endet. Natürlich drehen wir die letzten Luftaufnahmen um das Ambiente auch später noch in voller Pracht genießen zu können :-). Der Jungelduft ist gigantisch ... Oh man, und wir müssen hier wirklich wieder weg?!

Ein letztes Gruppenfoto. Die Beiden in der Mitte sind übrigens Michael und Sue, die uns in den letzten beiden Wochen unterstützt haben wo sie nur konnten. Thanks a lot!

group.jpg (36453 Byte)

Mit der Fähre beginnen wir die Reise in die kalten Breitengrade. Tschüss Tropen, tschüss Moorea ... :-(

moorea2.jpg (38868 Byte)

Sonntag, 01.04.2007: Wir bleiben hier!!

Wooohoooo!!! Unser Aufenthalt wurde um 4 Wochen verlängert! In Kooperation mit einigen Biologen hier werden wir AMOUR zur tatsächlichen Riff-Forschung einsetzen! Die Kosten unseres Aufenthalts trägt die University of Santa Barbara!! Wie bring' ich das nur meinem Engel bei ...

Nachtrag:

... schön wär's ;-). Leider wird das wohl vorerst ein 1.April-Traum bleiben.

AMOUR verbringt heute also  die letzten Stunden im südpazifischen Wasser: Er schwimmt autonom ums Riff und fotographiert es brav ab :-).   

team.jpg (76693 Byte)

Foto: Alles überstanden, AMOUR hat uns (mehr oder weniger) treue Dienste geleistet ;-)

Heute Abend geht's ans packen, morgen geht's dann mit der Fähre nach Tahiti und um 10:00 pm mit Air Tahiti Richtung LA. Von dort dann mit American Airlines nach Boston, wo wir am Dienstag Abend, 09:15 pm, landen werden. Tschüss, Moorea :-((. 

Samstag, 31.03.2007: 4 Bootstrips, mit dem Kayak zum Mittagessen, Abends Party! :)

Heute brauchen wir 4 Anläufe, bis wir endlich alles mit AMOUR testen können, was wir testen wollen. Immerhin fährt er jetzt kabellos autonom um ein Korallenriff :-). Abends werden die "wissenschaftlichen Gerätschaften" angebaut. Guckst du hier:

meandamour.jpg (32008 Byte)

Roboter in Vollausstattung :-). Morgen geht's damit raus aufs Wasser um autonom ein Riff abzufotografieren und zu filmen. Ich bin ja mal gespannt.

Freitag, 30.03.2007: Umzug

Ja... heute früh müssen wir umziehen ins Dormitory. Ein etwas größeres Haus mit ca. 10 Schlafzimmern, Küche, Bad, Gemeinschaftsräumen - und auch direkt am Meer. Ist also nicht ganz so schlimm, dass unser Bungalow für irgendwelche VIPs gebraucht wird. Foto vom neuen Zuhause kommt noch :-).

Arbeitsmäßig geht's heute hauptsächlich um Carricks Ultraschallnetzwerk. Gegen Abend nehmen wir auch AMOUR mal wieder mit raus aufs Meer, er ist allerdings nur ein paar Sekunden im Wasser da einer der Antriebe nicht funktioniert. Naja, better luck next time.

Donnerstag, 29.03.2007: Kennt sich jemand mit Fischen aus? Mit großen Fischen?

meandsharks.jpg (31628 Byte)

Hm ... ich hab' erst auf dem Foto gesehen, dass da hinter mir was großes schwimmt. Zwei sogar. Kann mir jemand sagen was das für Viecher sind? Carrick hat sie auch nochmal aus der Nähe fotografiert:

sharks.jpg (24727 Byte)

Ok... also ich glaube das sind Clown-Fische, die Fasching spielen und sich als Haie verkleidet haben.

;-)

Spaß beiseite. Es treibt den Puls schon etwas in die Höhe, wenn man mit Taucherbrille, Schnorchel und Flossen aus einem Boot ins offene Meer springt, und von ca. 15 Haien umkreist wird. Das nenne ich Schnorcheln mit Stil :-). Nur Daniela hat etwas Angst, als ihre Studenten gemütlich zwischen bis zu 2 m langen Black-Tip Haien im Wasser plantschen :-). 

Keine Angst, das sind Riff-Haie die Menschen eigentlich in Ruhe lassen. Man sollte sie nur nicht ärgern. Und selbst das ist ungefährlich: Wenn man einen an der Schwanzflosse packt wird man selbst sicher nicht gebissen. Der Hai dreht sich blitzschnell um und beisst grundsätzlich den Schnorchler neben dir ;-). 

P.S.: Wir hätten uns wohl nicht ins Wasser getraut, wenn wir nicht wieder unsere beiden Profi-Taucherinnen dabei gehabt hätten, die erstens vor uns rein sind und uns zweitens versichert haben, dass die Black-Tips nicht aggressiv sind.

Themawechsel: Kiten!! Zwischen Mittagessen und dem nächsten kleinen Bootstrip gönnen wir uns zwei Stunden um zum Kitebeach zu fahren. Leider nicht genug Wind um richtig Spaß zu haben, aber das UFO hat ein paar geile Luftvideos produziert :-). Und Jan hat sichtlich Spaß beim trainieren im 27° warmen Wasser:

jan_kite.jpg (24236 Byte)

Gegen Abennd verlässt uns Daniela wieder. Wegen einer Konferenz muss sie schon so früh abreisen. Wir sind wieder auf uns gestellt, und werden die leckeren Mama-Essen :-) sicher vermissen.

Mittwoch, 28.03.2007: Deep Blue

06:00: Zeit zum aufstehen! Für heute Früh ist ein Schnorchel-/Tauchgang gemeinsam mit zwei Eigentlich-Biologinnen angesetzt. Wir dürfen hier alle nicht tauchen mangels Forschungstaucher-Lizenz; mein "Advanced Open Water Diver" bringt mir hier leider gar nix, daher die gemieteten Taucher. Iuliu's Blitz soll in größeren Tiefen getestet werden. Da wird's erst richtig interessant, da es viel weniger Umgebungslicht gibt.

Wir fahren zum ersten Mal vorbei an den Riffen, die die ganze Insel umgeben, hinaus aufs offene Meer. Dort ist's tiefer, und natürlich auch Tier-reicher (natürlich inkl. coolen Viechern wie Haien ;-) ).  Endlich mal richtig Schnorcheln!

deepblue.jpg (28965 Byte)

Deep blue! ... Wooohoooo! :-) Dieses Foto entstand in etwa 10 m Tiefe - zwar noch nicht sooo viel tiefer als die 3 m innerhalb der Lagune, aber dennoch schon ganz was anderes ... wie geil!!

Zum Abendessen sind wir mit Daniela und einigen anderen bei Neil, dem General Director der Gump Research Station eingeladen. Es gibt leckere Steaks vom Grill.

Dienstag, 27.03.2007

Heute Frühstücken wir in Daniela's Bungalow. Nach harter Arbeit am Vormittag gibt's hier auch das Mittagessen. Iuliu und Carrick hatten schon von ihren vorherigen Reisen berichtet, dass Daniela gerne kocht. Das tut sie auch :-).

Nachmittags gibt's richtig fett Wind => auf zum Kiten!! (Wenn zwecks Arbeit auch nur für 2 Stunden...). Jan und ich fahren zu dem Strand, den mir der französiche Kiter empfohlen hat. Wie geil! Der Kitebeach überhaupt! Alles voll, bestimmt 20 Kiter. Der Wind ist perfekt, das Wasser auch :-). Jan versucht meine Versuche mit dem UFO aus der Luft festzuhalten. Irgendwann gibt's da noch ein schönes Video :-). Traumhaftes Wasser, perfekter Wind und viele nette Kitekollegen. Ich bin das erste Mal mit einem Bow-Kite unterwegs. Klappt auf Anhieb super, auch upwind fahren ist absolut kein Problem. Wooooohoooooooooooo!!!

kitebeach1.jpg (46396 Byte)kitebeach2.jpg (36079 Byte)

Abends sind wir gemeinsam mit Daniela und Jada, einer Biologin, die morgen für mit Iulius Unterwasserfotoblitz Tauchen wird, in einem kleinen Restaurant mit lokalen Gerichten. Die Deko ist etwas übertrieben. "Kitsch pur". Dafür ist das Essen ... mmmmhhhh ... sehr geil :-). Die Preise sind natürlich völlig dem französisch-polynesichen Preisniveau angepasst. Aber zahlen tut ja das MIT :-). 

Montag, 26.03.2007: Daniela kommt an, Wallfollowing und neue Wegplanung, Essen bei Michael & Sue

Gegen 07:00 holen wir alle gemeinsam Daniela ("unsere Chefin")  mit dem Jeep vom Mini-Airport ab. Erstmal gibt's ein anständiges Frühstück.  Daniela bleibt nur vier Tage. Folglich werden für heute gleich viele viele Experimente angesetzt die natürlich auch vorbereitet werden wollen. Nicht ganz unstressig, aber dafür verlaufen die Experimente super! *freu*

Nachmittags fahren wir also gemeinsam mit dem Boot zum Experimentieren raus. Zuerst darf sich AMOUR mit Hilfe eines von Jan modifizierten Sonars an einem Coral-Head (ein kleines mehr oder weniger rundes Stückchen Riff, von denen viele hier einfach so rumstehen :-) ) entlangtasten. Nach etwas Parametertuning funktioniert das super! Jetzt müssen wir nur noch Iuliu's Camera und Blitz am Roboter montieren und schon kann er automatisch ein ganzes Riff abfotografieren :-).

Dann hab' ich in den letzten Tagen einen etwas intelligenteren Algorithmus zur Wegpunktpunktnavigation gebastelt. Das Quadrat unten sieht dank der nicht allzu geringen Strömung im Meer noch etwas deformiert aus. Jetzt guckst du hier!  

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Dank GPS Genauigkeit zwar immernoch verdammt "wackelig" aber immerhin nicht mehr so ausgebeult wie das andere :-).

Auch die Experimente mit Carrick's Sensor-Nodes und Iuliu's Blitz laufen super. Abend's gibt's ein großes gemeinsames Abendessen bei Michael Hamilton (der Biologe, der uns vom Airport abgeholt hat und uns hier ab und zu begleitet) und seiner Freundin Sue, die in ihrem Bungalow fleissig für uns aufgekocht haben. So kann man's aushalten :-).

Sonntag, 25.03.2007: Komische Ladenöffnungszeiten, es gießt!!, Unterwasser Fotos und -Videos

Sonntag. Es schüttet! Wie aus Kübeln ... der Regen hämmert auf's Dach des Bungalows. Draußen wird's langsam hell, aber wir drehen uns nochmal um.

Einer der Mini-Supermärkte hat auch am Sonntag geöffnet. Allerdings nur von 06:00 - 08:00 (früh natürlich). Wir brauchen Wasser und die frischen "Tahitian Donuts", die's nur am Sonntag gibt. Gegen 07:50 wachen wir auf. Oooops ... jetzt aber schnell!! Die Donuts schmecken super (kosten ja auch nur 2$ pro Stück ;-) ).

Am Nachmittag fahren wir im leichten Nieselregen mit dem Boot raus, um Iulius Unterwasser-Blitz zu testen. Nicht-nachbearbeitete Unterwasserfotos haben grundsätzlich einen krassen Blaustich, Farben wie orange und rot gibt es praktisch nicht (höchstens bei Makroaufnahmen, "verdammt nah dran"), da Wasser diese Frequenzen gemütlich vor sich hin absorbiert. Iuliu hat nen Unterwasser-Foto-Blitz gebaut der je nach Abstand zum Objekt in einem anderen Farbspektrum blitzt und damit die Farbfressgier des Wassers stillt :-). Die Ergebnisse sind richtig krass:

colors2.jpg (7645 Byte)

Normaler Blitz

colors1.jpg (7402 Byte)

Cooler Blitz :-)

Samstag, 24.03.2007: GPS Navigation, Kayak paddeln, Sonne extrem, Luftaufnahmen am Strand

AMOUR cruist gemütlich vor sich hin! Autonom! => Die GPS-Wegpunktnavigation funktioniert wunderbar *freu*. Das gleiche werden wir hoffentlich bald auch unterwasser in Carricks Ultraschallnetzwerk machen. Hier ein kleiner Google-Earth Screenshot von AMOUR's Bewegungen auf dem Wasser:

gps_way1.jpg (10974 Byte)

Nach den erfolgreichen Experimenten gönne ich mir eine dreiviertel Stunde im Kayak. Einmal auf die andere Seite der Bay und zurückgepaddelt. Yeeeaaah!

Am Nachmittag fahren Jan und ich zu einem Sandstrand (sowas gibt's hier gar nicht sooo viel, an den meisten Stellen geht das Meer direkt bis zum felsumrandeten Festland) um dort in den angeblich schönsten Korallenriffen der Insel zu schnorcheln. Schon cool, bis auf die Tatsache, dass da gerade eine Kolonie von fießen giftigen kohlschwarzen Seesternen mit laaaaaangen schwarzen Stacheln ausgebrochen ist und die Riffe abnagt. Unter jedem Coral-Head  liegen 10-100 von diesen dummen Viechern. Nach Aussage einer Biologin hier ist das ein Kommen und Gehen. Die Fressen die Korallen ab und verschwinden wieder. So lange, bis die Korallen wieder nachgewachsen sind ... die armen Korallen :-( ...

Komische Strandbesucher gibt es hier ... fliegen da rum mit irgendwelchen HDTV-Kameras. Den Local-Kids gefällt's, die wollen das UFO nicht mehr alleine lassen :-). Wir haben einiges an Material gesammelt. Irgendwann gibt's da noch ein cooooles UFO-Video :-).

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Anschließend kämpfe ich 10 Minuten mit einer Kokosnuß. Schweißtreibendes Herumhämmern auf Felsbrocken, die dumme Schale löst sich nur langsam. Da kommt ein Local, nimmt das Ding, haut dreimal auf den Stein und schon geht die Schale ab. ;-)

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Bild: Ein stolzer Kokusnuss-aus-der-Schale-Befreier

Freitag, 23.03.2007: First Contact!

firstcontact1.jpg (44889 Byte)firstcontact2.jpg (32230 Byte)

Wir lassen unseren kleinen zum ersten Mal im Meer spielen! :-). Leider bin ich derjenige, der die Steuerungssoftware geschrieben hat und darum muss ich draussen bleiben um am Laptop die Befehle einzuhacken :-(. Naja, hier direkt vorm Dock ist's ja noch nicht soooo die hämmermäßige Unterwasserwelt. Nach langem hin- und her schieben von Gewichten ist der Roboter balnaciert. Die Spannung steigt. Tut's die Elektronik? *anschalt* *wart* *freu*! :-)

Woohoo! Er funktioniert noch! Leider nicht allzulange. Nach einigen Minuten gibt einer der Antriebe seinen Geist auf. Sollte aber schnell repariert sind. Und muss auch schnell repariert sein, schließlich wollen wir heute noch mit dem Boot raus um etwas mehr zu testen :-).

Donnerstag, 22.03.2007: Motorboot, Französischer Kiter gesichtet, AMOUR nimmt langsam Form an

Kaptain Jan beim Spaß haben :-). Die Station hier hat einige kleinere und größere Motorboote, von denen wir zwei verwenden können. Wir werden wohl noch die eine oder andere Stunde auf den Booten verbringen *freu* 

firstboattrip1.jpg (30927 Byte)firstboattrip2.jpg (33434 Byte)

Nach dem Mittagessen sehe ich doch tatsächlich einen Kitesurfer auf dem Wasser. Ihm reicht der Wind nicht und er strandet direkt bei uns :-). Cool! Endlich jemand, der mir sagen kann wo man hier am besten Kitet! Hab' mich ne Weile gut mit dem französischen Sportlehrer unterhalten, der hier bei einer Schule einen 4 Jahresvertrag hat (Vielleicht hätte man doch Lehrer werden sollen ;-) ). Jetzt weiß ich wo ich hin muss, aber leider auch, dass diese Woche nicht mehr mit Wind zu rechnen ist ... :-((. Was soll's... Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Im Lab geht's auch mit unserem kleinen Kumpel namens AMOUR vorran. Lang dauert's nicht mehr bis er endlich im Meer schwimmen darf!

Mittwoch, 21.03.2007: Unser Zuhause, Arbeit, Einkauf und erste Südsee-Kiteversuche
bungalow.jpg (40119 Byte) Unser Zuhause: Ein Bungalow mit Meerblick. Da's hier eh immer viel zu warm ist fehlen rund um die Küche die Wände :-).

Rund um das Häusschen findet man hunderte Löcher im Boden, in denen sich große und kleine Krabben tummeln. Sollte uns mal das Essen ausgehen gibt's eben frisches Seafood ;-).

Und ähm ... bevor jemand behauptet wir machen hier Urlaub: Guckst du! So viel Chaos auf den Tischen - hier muss doch gearbeitet werden, oder? :-)

lab.jpg (78264 Byte)

Nächstes Thema: Einkauf. Ja, wir gehen einkaufen um ein bisschen was zu Essen zu besorgen ...  eigentlich nix besonderes. Das Besondere ist nur für ein paar alltägliche Dinge wie Frühstückskrams und ein paar Flaschen Wasser 250$ zu zahlen. Die spinnen, die französischen Polynesianer... Zum Glück zahlt das MIT :-).

Heute Nachmittag versuche ich das erste Mal im badewannenwarmen, glasklaren Meerwasser zu kiten!! Woohooo! Leider bläst der Wind onshore, und ist verdammt wenig, böig und dreht ständig seine Richtung. => Funktioniert nicht wirklich, aber Spaß macht's trotzdem :-).  

Dienstag, 20.03.2007: Weiter geht's nach Moorea

Aber erst mal ein Blick vom Balkon unseres Hotelzimmers:

hotelview.jpg (47192 Byte)hotelview2.jpg (32394 Byte)

Mein Wecker klingelt um 05:30, pünktlich zur Dämmerung. Aufstehen ist kein Problem, zum Glück gibt's die Zeitverschiebung ;-). Sofort geht's an den Strand zum Kite auspacken. Wind reicht leider nicht, aber der Ausblick auf Moorea (die Insel auf den Fotos im Hintergrund) und die Wellen, die sich an den Korallenriffen rund um Tahiti brechen, ist gigantisch. Gegen 8 genießen wir ein herrliches Frühstücksbuffet. Das Hotel wäre perfekt zum Urlaub machen: Internet kaputt und unsere Handies kriegen kein Netz...

Gegen 11 geht's in Richtung Airport. Naja, Airport ist vielleicht etwas übertrieben :-): Mit einer kleinen Turboprop Maschine fliegen wir auf die Nachbarinsel Moorea. Das erste Touri-Foto ;-) :

Touri.jpg (38998 Byte)

Die Aussicht auf dem 10 Minuten langen Flug ist ... sorry, mir fällt kein Wort dafür ein ...  schaut einfach selbst:

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Michael, ein Baum-Sensornetzwerk-Whatever-Wissenschaftler, holt uns mit dem Jeep ab und bringt uns zur Gump Research Station der University of California, Berkeley.

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Wir wohnen in einem Bungalow direkt am Meer. Bilder werden noch nachgereicht.

Zum Mittagessen sind wir ein paar km entfernt in einem kleinen Restaurant. Hier der zugehörige Ausblick: :-)

lunch1.jpg (44823 Byte)lunch2.jpg (47802 Byte)

Ist das nicht einfach nur noch genial?!

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Immnernoch Montag, 19.03.2007: Ab in die Tropen!

Coole Maschinen haben die bei Air Tahiti Nui:

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Ähm ... wobei ... das ist ja gar nicht unsere. Schade ... naja ... here we go:

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Die Lackierung sagt eigentlich schon alles über die Heimatstadt dieser Fluglinie: Urlaubsfeeling! :-) Wir fliehen stundenlang vor dem Sonnenuntergang. Ganz schaffen wir es nicht.

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Bei der Ankunft laufen wir gegen eine Wand aus heißer feuchter Luft. Vor dem Mini-Terminal sitzt eine 3-Mann Band von einheimischen und begrüßt uns mit fröhlicher Inselmusik. Zwei Damen in traditionellen bunten Kleidern verteilen kleine Blümchen zum hinter's Ohr stecken: Linke Seite heißt "Singel", rechte Seite "schon vergeben". Wobei das auf den Inseln hier wahrscheinlich eh egal ist, weil es hier grundsätzlich nur Pärchen in ihren Flitterwochen gibt. Natürlich gibt es traditionsgemäß Blumenketten für alle, die abgeholt werden. Es duftet herrlich!

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Im Taxi (= Kleinbus, unser Gepäck habt ihr ja gesehen :-) ) Geht es ins Hotel. Da wir hier wie gesagt auf der Flitterwocheninsel sind, sind auch die Hotelzimmer im "Sofitel FAA'A" entsprechend ausgelegt, in dem wir die erste Nacht auf Tahiti verbringen: Ein großes Doppelbett (Zimmer mit Einzelbetten gibt es nicht) und Badtüren, die oben und unten 30cm Luft haben und natürlich aus Glas sind :-).   Gegen 23:30 Ortszeit springen wir als erste Amtshandlung ins Meer, um anschließend todmüde ins Bett zu fallen.

Montag, 19.03.2007: Abflug!!

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Sonntag, 18.03.2007: Der Tag / die Nacht vor dem Abflug

Kofferpacken! Gaaaanz viele! Jeder von uns wird ziemlich genau 2 x 32 kg mitschleppen um alles unterzubringen. Natürlich sind die Kites da mit eingerechnet :-).

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Bild: 3 unserer 8 Koffer mit Inhalt

Morgen früh um 08:15 geht der erste Flug von Boston nach LA (=> 06:00 ab Lab *gäääähhhhn*). Von dort geht's nach knapp 4 Stunden Aufenthalt mit "Air Tahiti Nui" weiter nach Papeete, die Hauptstadt von Tahiti. Da wir erst gegen 21:55 Ortszeit landen werden wir die Nacht dort in einem schönen Hotel verbringen. Am Dienstag geht's dann mit Miniflieger auf einen laaaaangen Flug (ca. 10 Minuten :-) ) nach Moorea. Dort erwartet uns tropisches Regenzeitklima *schwitz*. Verdammt humid und sicher auch viel Regen, aber bei 30° ist der nicht gaaaanz so schlimm :-). Berichte und v.a. viele viele Fotos werden folgen!

P.S. Hoffentlich funktioniert das Zwischennetz auf der Insel einigermaßen sinnvoll :-)

Samstag, 17.03.2007: Saint Patrick's Day

Bei Gelegenheit gibt's hierzu noch ein paar kleine Berichte und/oder Anekdoten, bis dahin sei auf Wikipedia verwiesen :-).

Freitag, 16.03.2007: Schneechaos, schrumpfende ToDo-List und Pool-Experimente mit ohne Pool

Während in Deutschland langsam wieder die T-Shirts ausgepackt werden versinkt Boston im Schnne. Das MIT-Personal wird heute früher entlassen, um noch vor dem großen Schneetreiben nach Hause zu kommen. Wir bleiben natürlich bis spät in die Nacht :-). Draußen geht's wirklich rund, in wenigen Stunden fallen > 20 cm Neuschnee.  Ich bin ja mal gespannt ob wir morgen früh noch aus dem Haus kommen :-). Ob wohl in Tahiti auch so viel Schnee liegt?

Zurück zur Arbeit. Im Lab gibt's richtig viel davon. Aber man sieht auch schon den einen oder anderen Strich auf unserer Todo-Liste zur Vorbereitung der Experimente. Yeeaaah, bald geht's los!

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Was auf der Liste vergessen wurde ist die Vorbereitung von diversem Kite-Equipment (Jan hat sich heute ein Trapez besorgt), von Kamera-UFOs und Strandspielzeug. Keine Angst, da vergessen wir sicher nichts :-).

Eigentlich sollten wir von Mittwoch bis Freitag jeweils Vormittags Experimente im MIT Pool machen - also schon mal testen ob alles so weit funktioniert, Regler tunen, etc.. Leider ist das mit den MIT Pools wieder ein wahnsinniges Problem von wegen zwei Wochen vorher buchen und Roboter sind böse und greifen die Schwimmer an ... MIT Pool ist damit gestrichen ... Daniela hat für heute ein Schwimmbecken einer Schule organisiert. Dank Schneechaos fällt auch das flach, die Schule hat Schneefrei. Wir erfahren, dass im "Ocean engineering" Department gerade mal wieder Wasser in deren Experimentierpool ist. Also machen wir uns mit unserem Kleinen auf den Weg:

wannabeexp.jpg (36273 Byte) Im Pool ist tatsächlich Wasser. Aber der knappe halbe Meter würde gerade mal ausreichen um Amour aus eigener Kraft mit seinen Thrustern den Boden wischen zu lassen :-(. Also wieder nix ...

Ich bin ja gespannt, ob wir vor dem Abflug (Montag seeeeehr früh) nochmal mit AMOUR ins Wasser kommen. I'll keep you posted...

Wednesday, 3/14: Happy Pi-Day!

Wir treffen uns zum Abendessen und anschließendem Wasauchimmer mit einigen Bekannten vom Ultimate Disc im Student House. Gegen 9 geht's zum gemütlichen Zusammensein auf's Dach. Vom "Sponge", dem komisch gelöcherten Studentenwohnheim am MIT Campus, strahlt ein blau schimmerndes Etwas herüber. Mit Zack's Fernglas können wir die Leuchtschrift, die sich quer über die Fassade bewegt (man merkt, man ist an einer technischen Uni) entziffern: Happy Pi Day - 3.14159265358979323 ... (sorry, weiter konnt' ich's mir nicht merken ;-) ). Heute ist der 14.03., auf amerikanisch: 3.14 = PI [pei]. Zur Feier des Tages gibt es natürlich jede Menge Pie [torte].    

piday.jpg (35983 Byte)

Montag - Mittwoch, ungefähr Mitte März: Viel zu tun ...

Wie einige von euch sicher bemerkt haben, hat sich die Updaterate des DEBBM in den letzten Tagen etwas verlangsamt. Das kann mehrere Ursachen haben:

  • Daniel hat nix erlebt (eher unwahrscheinlich)
  • Daniel hat viel erlebt und es dem DEBBM mit Erfolg verheimlicht (rein theoretisch; praktisch nicht möglich)
  • Daniel's Rechner ist mit Arbeit ausgelastet, so dass der DEBBM nix schreiben kann (das wäre möglich)
  • Daniel macht nur Sachen, die niemanden interessieren (na und? Ein anständiger EBBM würde auch sowas berichten ;-) )
  • Daniel sitzt von früh bis spät im Lab und hat gerade sehr wenig Zeit seinen DEBBM mit Energie zu versorgen (auch möglich)

...  hm ... der letzte Punkt trifft wohl am meisten zu. Die letzten Tage waren verdammt voll mit Arbeit. Bis Tahiti muss noch so einiges getan werden, v.a. fehlen noch viele viele Zeilen Sourcecode. Aber es wird schon ... und wir wollen vorher so viel wie möglich schaffen um dort ab und zu mal ein Stündchen frei zu haben. Schließlich werden wir nicht auf diese Insel fliegen ohne dort mit dem UFO ein paar geile Luftaufnahmen zu machen. Und als kitesüchtiger schneefreierwintergeschädigter (Ich hab's gerade mal 2x zum Snowkiten geschafft!?!)  werde ich die Insel sicher nicht verlassen ohne nicht mindestens einen Nachmittag auf dem Board verbracht zu haben :-). Wooohoooo! Moorea wir kommen!!! :-)

Natürlich gibt's nicht nuuuur Arbeit. Am Dienstag Abend haben wir unsere "Gastgeber" aus dem Student-House zu einem dicken saftigen Steak eingeladen (auf MIT Kosten natürlich *g*).

Sonntag, 11.03.2007: Zeitumstellung

Auch wenn uns die Amis nicht  viel vorraus haben - mit der Zeitumstellung sind sie ein ganzes Stück vorne dran. Seit Sonntag früh um 3 haben wir nur noch 5 Stunden Zeitverschiebung nach Deutschland. Das wird jetzt zwei Wochen so bleiben, dann zieht Europa nach. Dass sich die Amis nicht mal dem Rest der Welt anpassen können ... wobei ... die neue Zeit passt wesentlich besser zu unseren Arbeitszeiten (was nützt's uns wenn's mitten in der Nacht schon wieder hell wird?!). Vielleicht sollte sich in diesem Punkt doch besser der Rest der Welt den Amis anpassen ;-). 

Samstag, 10.03.2007: Sicherheit im Stata Center, Militäreinsatz am Sportplatz ;-), UFOs im Wind und ein besonderes Abendessen

1. Sicherheit im Stata Center

Es ist Samstag. Samstags ist das Stata Center eigentlich abgesperrt und man kommt nur mit gültigem (Studenten-)Ausweis rein (Which we don't have). Vormittags um 10 - äääähhhh, mitten in der Nacht mein' ich natürlich - stehen wir vorm Stata Center und wollen rein. Es kommt leider auch gerade niemand vorbei, der uns aufsperren könnte. Hm ... ist das da drüben ein Lastenaufzug? Drücken wir doch mal auf den Knopf... *wart*... *bing!* ... einsteigen, hochfahren, Tür geht auf und wir sind drin :-). Das nenne ich Gebäudesicherheit!

2. Militäreinsatz am Sportplatz

Endlich ist es wieder etwas wärmer. Immerhin fast 10°+ (und diesmal in C gemessen!)! Da gibt's nur eins: UFO fliegen! Wir sind nicht alleine auf dem Sportplatz:

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What the heck?!? ...

3. UFOs im Wind

15 mph Wind, in Böen wesentlich mehr. Das wäre doch mal 'ne geniale Demo für unseren fliegenden Kameraträger! Also ab auf's Feld, Kite auspacken und UFO mit der Kamera in die Luft. Der Plan ist um den Kite rumzufliegen und ihn dabei zu filmen - eine bessere Demo der windtauglichkeit des UFOs gibt's wohl nicht. Es ist verdammt böig und mir ist's mit dem 12m² kite zu gefährlich. Ich bau' ihn sofort wieder ab, viele Video aufnahmen entstehen bei der kurzen Aktion leider nicht. Naja, auf Tahiti ist der Wind sicher ein ganzes Stück smooooother :-). Während ich fertig abbaue filmt Jan ein paar Fußballspieler aus der Luft :-).

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4. Ein besonderes Abendessen

Heute Abend sind wir bei Daniela zu Hause (!) zum Abendessen eingeladen. In Deutschland ist uns das in 4 Jahren Uni noch nie passiert, dass uns ein Prof. zu sich nach Hause zum Essen eingeladen hat.

Um 18:00 Uhr stehen wir vor'm Lab und warten auf das "Prepaid-Taxi", das uns Daniela schicken wollte. Hm... keins da ... außer so ner schwarzen Limousine auf der anderen Straßenseite. Nach einigen Minuten warten hält der Typ ein Flughafenabholerschildchen aus dem Fenster: Coool, der meint uns! :-) (Später stellt sich allerindgs heraus, dass das Transportunternehmen zu der Zeit kein Taxi zur Verfügung hatte. Und wir dachten schon, dass alle MIT Studenten mit Luxuskutschen durch die Gegend schuffiert werden).

Die Fahrt zu Daniela's Haus in einer typisch amerikanischen Nicht-in-der-Stadt Siedlung (Lange kurvenreiche Straße, immer wieder mal ein Haus mit riesen Grundstück) dauert ca. ne halbe Stunde. Dort erwartet uns die ganze Familie: Zwei kleine Mädels die absolut verrückt auf deutsche Gummibärchen sind :-), Danielas Ehemann (ebenfalls Prof.) und ihre Rumänischen Eltern (Vater auch Prof.). Wir wurden gebeten ein UFO mitzubringen, "weil die kids das sicher voll cool finden". Und das tun sie auch :-). Wir fetzen also erst mal mit ner fliegenden Kamera durch die Wohnung. Das Abendessen ist echt lecker - und beim Gedanken daran, dass wir eigentlich gerade im Amiland sind, wo gutes und gesundes Essen grundsätzlich nicht existiert, genießen wir die rumänische Küche gleich doppelt :-). Nebenbei werden viele lustige Anekdoten erzählt, und drei Professoren empfehlen uns nachdrücklich uns für ein PhD Studium am MIT zu bewerben. Auch wenn von 4000 Bewerbern jedes Jahr nur 30 genommen werden, "würde das mit entsprechender Unterstützung schon klappen". Hm hm hm ... verlockend ist so ein Angebot natürlich schon ...

Nach dem Essen werden im Keller noch ein paar Runden Pool Billiard gespielt. Anschließend bringen uns Daniela und ihr Mann mit dem Auto zurück zum Student House. Ein interessanter Abend ...

Donnerstag und Freitag, 08./09.03.2007

Wir basteln fleissig an AMOUR (Software zur autonomen Navigation nach GPS und im Ultraschallnetzwerk, eine eigene Elektronik für einen Unterwasser-Entfernungsmesser) und natürlich am UFO. Am Freitag Nachmittag gibt's ein Treffen mit zwei Studenten hier, die gerade im Holodeck versuchen einen Modellheli autonom fliegen zu lassen. Irgendwie haben wir uns mit unserem UFO damals etwas leichter getan ;-). V.a. haben wir keine transparente Schutzwand und Schutzbrillen gebraucht :-).

Jan wurde übrigens gleich als Pilot für ein paar Experimente mit nem kleinen Styroporflieger nächste Woche engagiert. Berichte folgen :-).

Freitag Abend machen wir uns endlich mal wieder früher (gegen halb 8) auf den Weg nach Hause, da wir im Student House zum Essen eingeladen sind. Anschließend wird bei ein paar amerikanischen beers SET gespielt. Ein cooles Kartenspiel, bei dem wir als Anfänger jämmerlich abloosen ;-(. Lustig war's trotzdem :-).

Mittwoch, 07.03.2007: Feuer... äääähhh Wasseralarm!

Kurz vor 1 geht im ganzen Gebäude ein wahnsinniges Gepiepse los. Kurz darauf folgt eine Durchsage aus den Alarmlautsprechern:

"Das ist ein Alarm. Wenn es nach dieser Durchsage weiterpiepst muss das Gebäude evakuiert werden. Benutzen sie keinen Aufzug, bla bla bla". Das Ganze wird 3 Mal wiederholt. Noch keiner weiß, ob es jetzt tatsächlich ernst ist oder nicht. Also sitzen alle gemütlich da und warten. Inzwischen sind 3 Minuten vergangen um den Leuten zu erzählen was sie machen sollen falls das gerade ein "echter" Alarm ist ... noch keiner weiß was ... Die spinnen die Amis! :-). Nach der Durchsage geht das Gepiepse weiter => Es ist ernst: "Feuer!!!" (Oder vielleicht besser zutreffend: "Wasser!!!"). 

Menschentrauben sammeln sich auf den Brücken im Stata Center und schauen gespannt nach unten, wo kubikmeterweise Wasser von der Decke rieselt.

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Kurz darauf rückt auch schon die Feuer- äähhh Wasserwehr an. Inzwischen wurden alle gebeten das Gebäude zu verlassen.

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Es stinkt ... also doch ein Brand? Nee... das ist nur das abgestandene Wasser der Sprinkleranlage *wääääähhhh*. Ursache der Aktion: Ein defekter Sprinkler im Eingangsbereich des Stata Center. Das Wasser kam nur aus dem einen defekten Sprinkler, und der Druckabfall in den Leitungen hat sofort den Feueralarm ausgelöst. Zum Glück nichts tragisches ... aber wenn sowas in einem der Labs passiert sind schnell mal einige hundert Kiloeuro an Robotern und Equipment futsch ... Einige aus'm Lab waren daher sichtlich angespannt. Für uns war's  ein spannendes Erlebnis ;-).

Dienstag, 06.03.2007: Kitetasche ist wieder da!! Und es ist kalt ...

... viel zu kalt.

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*brrrrrrr*. Und jetzt stell dir vor du gehst bei diesen Temperaturen bei 25 mph Wind Nachts (Montag auf Dienstag) über eine 500 m lange Brücke. Es hat ungefähr haargenau 37 Minuten gedauert bis alle Gesichtsmuskeln aufgetaut waren und ich sie wieder bewegen konnte.

In der Früh wollen wir uns das nicht nochmal antun. Zum Glück gibt's die MIT shuttles. Einer dieser kleinen Busse hält direkt vorm Student-House. Aber woher weiß man wann einer kommt? Guckst du hier:

http://shuttletrack.mit.edu/routes.php?route=7

Die schwarzen Punkte auf der Karte sind die Haltestellen, das rote Ding das sich da alle paar Sekunden bewegt ist der Bus unserer Linie. Jetzt wisst auch ihr zu Hause, wo unser Bus gerade ist. Wolltet ihr das nicht schon immer wissen? ;-)

Im Lab treffen wir dann auch Daniela und unterhalten uns erst mal ne Zeit lang über die kommenden Tage und Wochen und die anstehende Arbeit. Spannende Projekte, hauptsächlich geht's um autonome Navigation von AMOUR rund um die Korallenriffe.

Nach dem Mittagessen klebt ein Zettel auf meinem Tisch: "Daniel, your luggage is here (down stairs in shipping, I think)". Woohoo! Endlich!

Appropos mein Tisch: Jan und ich haben zu zweit ein eigenes Büro :-). Wurden schon gefragt ob wir befördert wurden ;-).

Montag, 05.03.2007: Der erste Tag im Lab...

... verläuft recht gemütlich. In der Früh testen wir erstmal die Windtauglichkeit unserer Ufos auf den Sportfeldern des MIT. 20 mph+ ! Danach geht's ins Lab. Daniela (a.k.a. Prof. Rus) ist den ganzen Tag nicht da.

Der Tag verläuft recht gemütlich: Ein bisschen mit Iuliu ratschen, AMOUR reaktivieren, Mittags gibt's endlich mal wieder Orange-Chicken von den Foodtrucks :-), Jan sägt ein paar Platinen aus und fängt an sie zu bestücken, wir fliegen ein paar mal UFO, basteln dran rum, essen fleissig Gummibärchen, ... :-)

Sonntag, 04.03.2007: Der erste Tag
alarmclock.jpg (23296 Byte) Was sagt uns dieses Foto?

Richtig! Viel zu früh... Und wir sind schon seit 'ner Stunde wach! Immer diese Zeitverschiebung... ich bin ja schon immer für 24 Sonnen rund um unsere Erdscheibe verteilt an die Blaue Plastikhaube getackert.  Damit wären wir dieses Problem ein für alle Mal los!

Wie dem auch sei... es ist früh und wir haben nichts zu tun. => Ufos werden ausgepackt, ein bisschen dran rumprogrammiert und anschließend geht's auf zu einem kleinen Fußmarsch vorbei (bzw. rein und raus) an Dunkin' Donuts in Richtung "Boston Common", wo wir traditionsgemäß einer Horder erstaunter Passanten eine kleine Flugvorführung geben. Loopings und Rollen gehören inzwischen zum Standartprogramm :-).

Nachmittags steht Ultimate Frisbee auf dem Programm. "Unsere Amis" haben seitdem wir weg waren kaum mehr gespielt. Heute werden trotz eisiger Kälte ein paar sportbegeisterte Verrückte  zusammengetrommelt und wir fetzen zwei Stunden über's Feld. Das tut gut!

Anschließend schauen wir mal ins Lab und treffen auf Iuliu und einige andere bekannte Gesichter. Es ist schön wieder hier zu sein.

Gegen Abend gibt's ein gemeinsames Abendessen im Student-House, nachdem wir uns schon ins Bett aufmachen. 9 pm ist eben doch schon 3 am in good old Deutschland.

P.S. Diesmal haben wir vorgesorgt! :-)

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Samstag, 03.03.2007: Hinflug - leider nicht ganz problemlos

Nach einer stressigen Umzugs-Woche ist es nun endlich so weit: Zurück nach Boston! Der heutige Tag ist auch nochmal nicht ganz unanstrengend...

00:30: Ich treffe beim Michi ein, um dort noch ein paar UFO-Ersatzteile zum Mitnehmen abzuholen. Natürlich wird noch ne Weile geratscht, Kristin's Zweibeiner (Jufo-Projekt) macht die ersten Schritte und so dauert das Abholen dann doch ne Stunde.

01:30: Ich bin wieder zu Hause und mache mich ans Kofferpacken. "Just in time" nennt man sowas, oder? :-). Kitekoffer ist schon gepackt, der Rest dauert nicht allzulange.

02:30: *schnarch*

08:30: Aufstehen, fertig packen, kurz duschen und mit Engel frühstücken und dann geht's auch schon los Richtung Airport. Zum Glück hat Engel Zeit und bringt mich mit dem Auto hin - wer meine Kitetasche kennt weiß, warum S-Bahn fahren etwas aufwändig gewesen wäre ;-).

11:30: Wir treffen Jan am Check-In und checken ein. Problemlos, trotz etwas Übergepäck.

11:45: Schwerer Abschied von Engel. Ich vermiss dich jetzt schon, Liebste!

Um 13:15 verlassen wir nach einem gemütlich bayrischen Leberkassemmel und Hofbräu-Bier Frühstück die deutsche Zeitzone. Die Flüge München-London und London-Boston laufen problemlos. Natürlich bin ich mal wieder einer der Glücklichen, der einen Flughafenabtaster-Komplettcheck bekommt. Schau ich wirklich so kriminell aus?!

06:40 pm: Landung am Logan international Airport. Einreise geht easy und schnell. Drei unserer Koffer sind auch schnell da. Aber wo bleibt mein Kite-Bag?

07:30 pm: Immernoch kein Kite + Zubehör... Ich frag' das Personal ... erfolglos. Der Flieger ist bereits fertig ausgeräumt. "Da kommt nix mehr". Na toll... Die Brömel haben doch tatsächlich meine Kite-Tasche verschlampt, und das wo das Ding so groß und schwer ist - das kann man gar nicht vergessen!! ;-). Also zum Baggage Service, wo die letzte Mitarbeiterin gerade abschließen und Feierabend machen möchte. Sie nimmt meine Daten auf und meint, dass die Tasche wohl dann mit dem nächsten Flieger kommt und mir wahrscheinlich morgen, also heute, zugestellt wird. Ich bin gespannt ...  

09:00 pm: Wir erreichen ziemlich müde das Student House (bekannt durch Aktionen wie die "Christmas in July" Party :-) ), wo uns Zack und Teesa fröhlich empfangen und uns unser Zimmer für die nächsten beiden Wochen zeigen. Hier ein Blick aus unserem Fenster: Feuerleiter und der "Muddy Charles", im Hintergrund der MIT-Campus. 

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Im Nachbarhaus steigt ne Party mit live-Musik in einem superwinzigen Kellerraum. Natürlich müssen wir da gleich mit rüber. Die Lautstärke hätte gereicht um die ganze Back-Bay zu beschallen ;-). Wir kippen nach etwa 10 Minuten vor Müdigkeit fast um (auch die Lautstärke hält uns nicht mehr wach) und so gehen wir lieber doch zurück in Richtung Bett. Zurück im Studenthouse wird dann erstmal noch Internet eingerichtet und irgendwann auch versucht zu schlafen. Irgendwas läuft bei mir schief und ich bin auf einmal wieder wach und putz munter bis etwa 01:30 am.  Dann aber endlich: *schlaf*

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