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Yeeeeehhhaaaaaa!!! DEBBM is back! Für alle die nicht wissen wer oder was ich bin: Guckst du hier! :-)

Habe ein B verloren - diesmal ging's für Daniel direkt nach Moorea (den einen Tag Zwischenstop in LA zähle ich mal nicht mit). Aaaalso, Daniel lässt sich mal wieder auf der wunderschönen tropischen Insel Moorea nahe Tahiti die Sonne auf den Bauch scheinen, während ich hier die Arbeit mache. Naja, gut, eigentlich ist er dort um Experimente zu machen - einige Biologen hätten gerne ein paar Luftaufnahmen vom Regenwald. Und dann gibt's da noch AMOUR, den Unterwasserroboter vom MIT, der auch mal wieder ins Wasser möchte und sicher hier und da ein bisschen Support vom Softwareentwickler braucht. Mit dabei ist Jan, auf der Insel erwarten die beiden fast das ganze Lab von Prof. Daniela Rus und Stefan, der im Rahmen seiner Diplomarbeit AMOUR eine elektromechanische Schwimmblase zur Auftriebsregelung verpasst hat. Eigentlich tun mir die Jungs ja schon ein bisschen leid in dieser Umgebung arbeiten zu müssen - aber was solls, es gibt schlimmere Arbeitsbedingungen ;-).

Also dann, viel Spaß beim Lesen!
The One, the Only, the Unbelievable DEBM

P.S. Solltest du rechts kein Gästebuch sehen: Guckst du hier!
P.P.S. Gästebuch ohne Gäste kann gar nix => schreibst du! :-)

Montag/Dienstag, letzter 3. bis 01.04.08: Zwischenstopp im Amiland

Wir haben zwischen unseren Flügen 1 1/2 Tage Aufenthalt in einer amerikanischen Großstadt, unweit der Mexikanischen Grenze. Mit einem Midsize-Mietwagen cruisen wir gemütlich vom Airport den Highway No.1 entlang bis nach Seal Beach. Das coole dran: Bei uns kriegt man für 51 Euro nicht mal nen vollen Tank - hier gibt's dafür ein vollgetanktes Auto für 24 Stunden :-).

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Wir übernachten bei Jack und Suzanne Ross, zwei Bekannte von Jan's Family seit Generationen und so richtig coole Amis :-).     Sehr interessant, was die beiden über die Stadt berichten. Was ziemlich lustig ist: Die Grundstücke in Seal-Beach sind genau 25x100 Fuß groß. Alle. Wer genug Geld hat kauft sich ein "double", das ist dann 50 Fuß breit. Die spinnen, die Amis ;-). Auf diese Flächen sind dann kleine bunte Häuschen in den verschiedensten Formen und Baustilen gepfercht - dicht an dich. Auf jeden Fall cool zu sehen, aber ob ich da unbedingt wohnen möchte ... 

Jetzt aber: Bilderrätsel: Wo sind wir?

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Ich gebe zu, nicht all diese Bilder sind das, was man vielleicht auf der offiziellen City-Website zu sehen bekommt. Hier wird's touristischer: :-)

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Am Dienstag morgen gehen wir mit Jack auf amerikanische Weise Frühstücken (= Kaffee und Muffins :-) ), und cruisen anschießend durch die Touristengebiete der Stadt. Ziemlich wenig los hier heute - aber was will man an einem Dienstag Vormittag auch erwarten. Um 13:00 Uhr müssen wir unseren Mietwagen schon wieder abgeben. Den Rest des Tages verbringen wir arbeitend am LAX, bis zum Boarding des Lufthansa Airbus A340 um 20:10 ... München, wir kommen!

Sonntag, 29.03.08: Spaß mit dem Falcon 8, Beginn der langen Reise aus dem Paradies

Oh man, sind die letzten Tage schnell vergangen! Ich stehe heute wieder um 06:00 auf um noch einen letzten Kayaktrip durch die Cooks-Bay zu machen. Schon heute Abend geht unsere Fähre zurück zum Airport nach Papeete :-(. Jetzt gilt es die letzten Stunden auf der Insel noch voll auszukosten, erfolgreich für Experimente zu nutzen :-) und sich ein letztes Mal mit Sonnencreme einschmieren.

Wie Anfangs schon erwähnt haben wir einen Falcon 8 dabei. Bisher sind wir damit leider noch nicht allzuviel zum fliegen gekommen - das wollen wir heute noch ändern! Viele von euch warten wohl schon seit einiger Zeit mit Spannung darauf ein paar mehr Details zu diesem Fluggerät zu bekommen. Here we go! :-).

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Der Falcon 8 wurde als professioneller Kameraträger entwickelt. Die Kamera - in unserem Fall eine 3CCD Full HD Videokamera - ist in beiden Achsen neigungskompensiert und kann um mehr als 180° geschwenkt werden, ohne dass Teile des Fluggeräts im Bild sind. Damit ist der AscTec Falcon die erste Plattform, mit der Luftaufnahmen aus jeder beliebigen Perspektive gemacht werden können.

pilots.jpg (39667 Byte)Nach dem Frühstück fahren Jan und ich mit dem Falcon 8 an einen öffentlichen Strand, um dort ein paar coole Inselaufnahmen zu machen. Es macht riesig Spaß die Palmen im Wind von unten nach oben abzufliegen und zu filmen :-). Videoszenen und mehr Infos zum Falcon wird es bald auf www.asctec.de geben.

Hier die glücklichen Entwickler, Piloten und Kameramänner nach dem ersten richtigen Einsatz des Falcon 8 in der Südsee :-).

Nach den Filmaufnahmen fahren wir einmal komplett um die Insel, um die Umgebung noch ein letztes Mal in uns aufzusaugen. Von den herrlichen Eindrücken werden wir wohl noch einige Wochen zehren, zu Hause im kalten Deutschland bei viel zu viel Arbeit.

Nach dem Kurztrip geht's ans packen. Kaum zu glauben wie viel Zeug man in 10 Tagen durcheinanderbringen kann ;-). Die Jungs vom MIT wollen nochmal mit dem Boot raus, um weitere Experimente mit Carrick's Sensornodes zu machen. Da müssen wir natürlich auch nochmal mit zum Schnorcheln :-). Auch die tropische Unterwasserwelt werde ich vermissen - das glasklare Wasser mit den zahlreichen bunten Fischchen ist einfach traumhaft! Ein letzter Meerblick auf die Insel ...

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... schnell noch duschen, und dann innerhalb von 20 Minuten alles packen, was vor dem Schnorcheltrip übrigblieb. Das ist so ziemlich alles ;-). Und natürlich werden wir auch nicht ganz zur geplanten Zeit mit packen fertig. Aber leider schaffen wir es nicht die letzte Fähre zu verpassen. "Moorea Express" bringt uns zurück nach Papeete. Am Airport akklimatisieren wir uns schon mal wieder ans Amiland mit zwei dicken Cheeseburgern ;-). Kaum zu glauben - aber nach all dem rohen Fisch und den Meeresschnecken ist sowas mal wieder richtig genießbar :-). Mit Air Tahit Nui geht's dann zurück nach LA, wo wir noch eine Nacht bei Bekannten von Jan's Family verbringen, bevor es dann mit Lufthansa via 13 Stunden Direktflug zurück nach München geht. 

Samstag, 28.03.08: 05:00-Kiting, Buoyancy-Control, Traditionelles Mittagessen, AMOUR ist wieder ziemlich platt :-(

Manche mögen Stefan und mich für verrückt erklären - aber wir stehen heute tatsächlich um 05:00 Uhr auf! "So, this is what they call 5 am? 5 am sucks!" ;-). Wobei es mir selten so leicht fiel aus dem Bett zu krabbeln wie heute - schließlich haben wir beschlossen die Zeit vor dem Frühstück zum kiten zu nutzen! Heute ist Stefan's letzter Tag, und es muss noch verdammt viel gearbeitet werden - aber das kann bis nach dem Frühstück warten. Also auf zum 4-Stunden Kurzurlaub! :-)

Stefan mit seinem Kite im Sonnenaufgang - das hat doch was, oder? Btw.: Congrats zu den ersten 100 m auf dem Board!!

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Ich hab die Bedienungsanleitung für den Kite zuerst nicht ganz verstanden - hat irgendwie nicht funktioniert mit dem Fliegen...

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Aber dann hab' ich's doch noch kapiert. Yeeeeehaaaaaaaaaaa!!!

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Noch ein kurzes Urlaubsabschlussfoto ...

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... und schon geht es wieder zurück an die Arbeit. Vorher wird jedoch noch anständig gefrühstückt: 5 Nutellabrote für jeden :-). Wenn das Daniela Rus sehen würde, der sehr viel an der gesunden Ernährung ihrer Studenten liegt. "Snowwhite and the 7 Roboticists" wie unser Team hier inzwischen genannt wird ;-).

Heute stehen AMOUR-Experimente mit Stefans Buoyancy-Control an: Eine kompakte Einheit am Roboter, die ähnlich einer Schwimmblase bei Fischen den Auftrieb regelt. Nimmt der Roboter einen schweren Sensornode auf, dann vergrößert die Buoyancy-Einheit das Volumen des Rumpfs und damit den Auftrieb, um die Last möglichst effizient transportieren zu können. Gegen Mittag fahren wir mit dem Boot raus zum testen. Nach ein paar Startschwierigkeiten läuft die Sache wunderbar. Wir können einen schönen Datensatz aufzeichnen, der belegt, dass das System das tut, was es soll. Erfolg! :-)

Zum Mittagessen ist heute die ganze Station versammelt. Es gibt einheimische, also Tahitianische Spezialitäten. Lektion eins: Besteck gibt es nicht! Selbst soßige, klebrige unindentifizierbare Schleimdinger werden mit den Fingern gegessen. Eine sehr interessante Erfahrung und sehr interessante Geschmäcker ;-).  

smoke.jpg (29012 Byte)Anschließend führen Jan und Stefan schnell ein paar Optimierungen am Buoyancy-Control Code durch, die wir diesemal direkt am Dock testen wollen. Kurz funktioniert alles ... bis ... ja ... ähm ... bis auf einmal Blubberblasen aufsteigen und der ganze Roboter voll mit schwarzem Rauch ist. Waaaaahhhh! Iuliu reisst schnell den Thruster ab, der trotz perfekter Wasserkühlung glühend heiß ist. Irgendwie muss es an den dicken Stromversorgungskabeln zu nem Kurzschluss gekommen sein - die Kabel sind total abgebrannt, und vom Motorregler im Thruster ist nicht mehr viel übrig. Wobei - als Steinkohleersatz könnte man die beiden Platinen sicher noch verwenden ;-). Oh man, irgendwie ist das Salzwasser dieses Jahr stärker als wir. Aber so schnell geben wir nicht auf! Morgen geht's mit AMOUR wieder ins Wasser! :-)

 

Nach dem Abendessen bringen wir Stefan zum Airport. Er verlässt uns heute in Richtung Japan. Von dort aus geht's dann aber auch direkt zurück nach München. Wir fliegen anders rum um die Kugel. Die Strecker ist ungefähr die gleiche :-). Guten Flug!

Themawechsel: Der Sternenhimmel ist heute Nacht mal wieder super klar. So deutlich bekommt man unsere Milchstraße selten zu sehen. Hier ein Foto vom Kreuz des Südens, das auf unserer Seite der Kugel nie am Himmel steht.

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Wem die 4 1/2 im Kreuz angeordneten Sterne bekannt vorkommen: Ja, das ist das Ding auf der Australischen Flagge :-).

Freitag, 28.03.08:  AMOUR wird repariert und darf wieder ins Wasser :-)

Heute verbringen wir fast den ganzen Tag damit AMOUR wieder auf Vordermann zu bringen. Mit vereinten Kräften erwecken wir ihn auch  tatsächlich wieder zum Leben, so dass wir am späten Nachmittag mit unserem Forschungsschiff ...

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... hinaus in die Lagune fahren, um AMOUR dort wieder ein langes Stück tauchen und dabei Sensordaten sammeln zu lassen. Na gut, ich muss gestehen, dass unser Boot etwas kleiner ist als das auf dem Foto da ;-).

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Die Experimente verlaufen so einigermaßen erfolgreich. Leider funktionieren nicht alle Sensoren, so dass wir das ganze wohl nochmal wiederholen müssen.

Donnerstag, 26.03.08: Wooooooooohooooooooooooooooo!!!! :-)

Heute geht es nun tatsächlich mit einigen Biologen in den Urwald. Ziel ist es in einem unzugänglichen Stück Jungle eine Pflanzenart zu suchen, die in den 60er Jahren nach Moorea eingeschleppt wurde. Diese fiesen Dinger nehmen den einheimischen Pflanzen das Licht weg und breiten sich immer weiter aus. Es wird befürchtet, dass sie in wenigen Jahrzehnten die Insel dominieren. Daher wird jetzt geforscht wo und wie sie sich ausbreiten und was man dagegen unternehmen kann. Die Biologen hoffen auf den Luftfotos die markanten Blätter der Misi... Misotro... wie auch immer das Ding hieß zu identifizieren. Ein perfektes Einsatzgebiet für den AscTec AutoPilot! Mit einer kompakten 12-Megapixel Kamera geht es auf die Suche. Autonom ein Stückchen Wald von oben abscannen - genau für solche Anwendungen ist unser System konzipiert. Also, ab in den Jungle!

Die Piloten bei der Arbeit - eigentlich nur auf der Suche nach GPS, was hier auf der Insel anscheinend nicht soooo cool ist. Nach einiger Zeit geht's doch, und schon übernimmt der Autopilot die Arbeit und die eigentliche Mission kann beginnen.

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Ja wo isses denn, das kleine UFO? :-)

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So sieht der tropische Regenwald hier von oben aus. Genauer gesagt aus 60 m Höhe.  Wer kann außer den Kokusnuss-Palmen noch andere Pflanzen identifizieren? Viel Spaß! :-)

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Die Biologen hier sind total begeistert von den Resultaten. Bin gespannt, was sie draus machen. Wir freuen uns auf jeden Fall, dass alles so perfekt geklappt hat und dass wir mit der Aktion sicher das eine oder andere UFO verkauft haben :-).

Nach getaner Arbeit geht's zum Kitesurf... ähhh ... -fliegen ;-). Endlich!! Ist schon verdammt viel Wind heute, und für Stefan ist der 15 m² kite etwas überbemessen ;-).

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Bin zwar auch etwas überpowert - aber es ist einfach nur genial!! Ist das nicht die perfekte Umgebung zum Kiten?! Manchmal muss man ein bisschen um Korallenriffe carven, die zu nahe an der Oberfläche liegen. Ansonsten ist das Revier hier einfach perfekt: Herrlich klares Wasser mit > 25 ° Wassertemperatur, Meeresströmung upwind und richtig schön konstanter Inselwind! Yeeeeeehhaaaaaaa!!! :-)

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Mittwoch, 25.03.08

Irgenwie fühle ich mich heute total komisch - irgendwie bedrückt, deprimiert, was weiß ich... da sitzt man praktisch im Paradies und kann's nicht wirklich genießen - sehr strange. Keine Ahnung was los ist. Ist es der ganze Stress in letzter Zeit? Ist es weil die letzten Tage einiges nicht ganz so geklappt hat, wie wir es gehofft hatten? Ist es die Tatsache, dass ich es bisher noch nicht zum Kite-Beach geschafft habe? Oder vermiss' ich einfach meinen Engel und meine Family? Ich weiß es nicht ... wahrscheinlich ist es alles zusammen ...  naja ... wird schon wieder werden.

Zumindest gibt es Hoffnung, dass wir AMOUR wieder zum Leben erwecken können - auch wenn die nass gewordenen Thruster wirklich sehr mitgenommen aussehen. Iuliu's elektrische Zahnbürste wirkt Wunder bei der Reinigung der Platinen :-).

Für morgen sind spannende Experimente geplant: Ein paar Biologen möchten Luftaufnahmen von einem unzugänglichen Stück dichtestem Regenwald, um den Pflanzenbestand zu analysieren. Nichts leichter als das! ;-) Problem bei der Geschichte wird sein, dass das UFO die komplette Fotomission außer Sichtweite fliegen muss. Aus der Lichtung, von der aus wir aufsteigen werden, kann man nicht wirklich gut raussehen. Interessant ist eine Fläche von etwa 100 x 100 m, sollte also mit einem Akku wunderbar abzuscannen sein. Ich richte heute die Hardware her und baue noch ein paar zusätzliche Funktionen in die PC Software des AscTec AutoPilot ein. Jetzt fliegt das UFO autonom eine Matrix von Punkten an, macht an jedem Wegpunkt eine beliebige Anzahl von Fotos und logged die zugehörigen Coordinaten und Lagewinkel der Kamera. Ist schon cool dabei zuzuschauen :-)

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Gegen Abend geht's mit Carrick's Unterwasser-Sensornodes raus aufs Meer. Das System funktioniert tatdellos - endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis im Team! Und der neue Free-Dive Rekord liegt bei13,27 m :-). Wir werden mit einem herrlichen Sonnenuntergang belohnt - ich glaub' es geht wieder aufwärts! :-)

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Dienstag, 24.03.08: AMOUR ist wieder kaputt :-(

Die Experimente von gestern sollen wiederholt werden um noch mehr Daten zu sammeln - AMOUR soll länger, weiter, tiefer schwimmen :-). Diesmal sind wir mit zwei Booten draußen - einige Forscher und der Stationsleiter hier wollen sehen was wir so treiben.

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Here we are :-). Zuerst sieht alles sehr gut aus, UFO fliegt tadellos und AMOUR zieht seine ersten Bahnen ... bis einer der Thruster nicht mehr funktioniert. Als wir den Roboter zum Boot ziehen sehen wir schon die ersten Tropfen Wasser im Inneren. Wer schon mal mit Elektronik in der Nähe von Salzwasser zu tun hatte weiß, wie böse Salzwasser sein kann. Einer von AMOUR's Thrustern ist komplett voll gelaufen, und das Wasser hat sich auch im Rest des Roboters verteilt. Alle sind sehr enttäuscht - oh man, kann das Ding nicht einfach mal funktionieren? Ein kleiner Lichtblick für Jan und mich: Unser AutoPilot-UFO funktioniert einwandfrei...

Der Abend endet in einem winzigen französischem Fischrestaurant. Roher Thunfisch, übergossen mit heißem Öl. Seeeehr lecker. Dennoch ist die Stimmung irgendwie ... naja ... nicht ganz so gut ... Mal sehen wie's mit AMOUR weiter geht.

Montag, 23.03.08: AMOUR geht wieder! USS Nutella und erste Luftaufnahmen

AMOUR ist leichter zu reparieren als wir befürchtet hatten - ein kleines Kabel um eine abgerauchte Leiterbahn zu überbrücken und schon läuft das Ding wieder. Da Carricks Ultraschall-Netzwerk zwischen seinen Unterwasser-Sensoreinheiten noch nicht fertig ist bekommt AMOUR ein kleines Beiboot, das er zur Kommunikation während der Tachgänge an der Oberfläche mit sich zieht: Die USS-Nutella. Ein Meisterstück echter Ingenieurskunst!

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Ziel der heutigen Experimente ist es AMOUR eine lange Strecke autonom in geringer Tiefe tauchen zu lassen und dabei alle möglichen Sensordaten zu sammeln. Dazu werden noch ein paar chemische Sensoren an seiner Außenhülle befestigt.

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Wie man auf dem Foto sieht, erfolgt die Dokumentation der Experimente aus der Luft! :-). Oh man, das ist schon ein bisschen Nervenkitzel, mit dem UFO über'm offenen Meer zu fliegen. Um so cooler sind die Bilder!

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Ostersonntag: Operation gelungen, Patient schon wieder tot ;-(

Wir - und v.a. Jan, der die Elektronik der Thruster entworfen hat - verbringen den ganzen Vormittag und einen Großteil des Nachmittags damit AMOUR zu reaktivieren. Gegen vier ist es endlich so weit - er funktioniert wieder!! Endlich! Zum Feiern geht's erst mal wieder mit dem Boot zum Schnorcheln raus. Carrick hat einen der Unterwassersensornodes zum Tauchcomputer umfunktioniert - jetzt zeigt das Ding die maximal erreichte Tiefe an. Natürlich endet das ganze in einer Freedive competition :-). Mit meinen 11,99 m Tiefe konnte ich Carrick mit 12,30 m leider nicht ganz schlagen ;-).

Am Abend soll AMOUR noch ein anständiges Sonar bekommen, um autonom um Riffe navigieren zu können. Beim Anschließen gibt's nen Kurzschluss auf der 8V-Leitung, was wieder mal in einer Rauchwolke und einem nicht-funktionsfähigen Roboter endet :-(. Jetzt heißt's improvisieren, denn das Ersatzteil, das wir diesmal bräuchten, haben wir nicht. Aber irgendwie kriegen wir das Ding schon wieder hin :-).  

Aus unserer Kategorie tropischer Alltag: Es ist total krass, wie schnell hier das Wetter umschlägt. Innerhalb 10 Minuten wechselt der Himmel von strahlend blau nach tiefschwarz, es gießt 20 Minuten wie aus Eimern und kurz darauf scheint wieder die Sonne. Die Amis haben auch an den Regen gedacht - hier unser neues, stylisches Teamoutfit:

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Ach ja, by the way: Frohe Ostern euch allen!!

Samstag, 22.03.08: Vorbereitung der Experimente

Heute basteln wir den ganzen Tag über an AMOUR, unserem Tauchroboter, und an den UFOs. Wir haben ein Hummingbird mit FunPilot, ein Hummingbird mit AscTec AuotPilot und einen Falcon 8 dabei. Das Labor haben wir inzwischen komplett aquiriert  - da fühlt man sich fast wie zu Hause ;-)

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Bei den ersten Wassertests von AMOUR stellen wir fest, dass einer der Thruster (= Antriebseinheit) den Transport nicht ganz überlebt hat. Kein großes Problem, aber beim Zusammensetzen des Roboters nach der Reparatur kriegen die Schaltregler in allen Thrustern auf Grund einer fehlenden Masseverbindung zu viel Spannung auf einem digitalen Eingang ab, was in einer kleinen Rauchwolke und 3 1/2 komplett kaputten Thrustern endet :-(. Da heißt es nun erst mal alles wieder auseinander nehmen, Ersatzteile raussuchen und löten ...  

Am Abend müssen Stefan, Jan und ich von unserem richtige coolen Bungalow mit herrlichem Rundumblick in die Dorms direkt am Meer umziehen. Schade um den Ausblick - aber das Meer direkt vor der Tür hat auch was :-). Abendessen gibt's bei Daniela, die ihre Studenten mütterlich umsorgt, auf dem Balkon ihres Bungalows.

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Freitag, 21.03.08: Billiges Frühstück, harte Arbeit und die Fähre ins Paradies

Dank Jetlag sind wir viel zu früh auf - es ist 06:30 und wir sind putzmunter. Eigentlich schon cool endlich mal freiwillig Frühaufsteher zu sein :-). Wobei, eigentlich gibt's sowas wie Zeitgefühl gar nicht mehr. 11 Stunden Zeitverschiebung nach Deutschland, noch gestern waren's 8 Stunden, und das alles wo wir noch nicht mal Zeit hatten die -4 1/2 Stunden von Indien wieder aufzuholen. Also erst mal Energie tanken beim tropischen 40$ Frühstück im Freien. Tropische Früchte so frisch wie nie - mmmhhh.  

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Katzen scheinen hier übrigens Vegetarier zu sein.

Leider sind wir nicht zum Urlaub machen hier wie all die anderen grücklichen Menschen, die hier ihre Flitterwochen verbringen. Wir machen uns also an die Arbeit ... in der schlimmsten Umgebung, die man sich vorstellen kann ...

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Schon ätzend, oder? ;-)

Gegen Mittag treffen wir uns mit Prof. Daniela Rus am Hafen von Tahiti und mit der Moorea Express Fähre geht's ins tropische Paradies.

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Woooohoooooooooooooo! :-)

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Die anderen Jungs erwarten uns an der Anlegestelle, und mit dem Landrover geht's zur "Gump Research Station" der University of California. Den Nachmittag verbringen wir mit Koffer auspacken, UFOs zusammensetzen und einem ersten Schnorcheltrip: Raus mit dem Boot in die Lagune und rein ins glasklare, turkis schimmernde Wasser. So kann man's aushalten :-). 

Donnerstag, 20.03.08: Blumenduft, Südseemusik und ca. 30°

Air Tahiti Nui sorgt schon so richtig für Inselfeeling: Blümchen auf dem Seitenleitwerk, Tahiti-Musik an board, Blümchen für alle Fluggäste, einheimische Mädels als Stuardessen - was will man mehr :-).

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In Papeete, der Hauptstadt von Tahiti, werden wir von fast 30° heißer, feuchter Luft, noch mehr Blumen und einer einheimischen Band empfangen - wooohooo!

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Ihr könnt jetzt gerne versuchen anhand des beschlagenen Objektivs meiner Kamera die Luftfeuchtigkeit und Temperatur hier zu bestimmen. Die Kamera befand sich 8 1/2 Stunden im klimatisierten Flugzeug und wurde vor dem Foto ca. 60 Sekunden dem Tahitianischen Wetter ausgesetzt. Wer beide Werte auf +-5 % trifft, dem schick ich ne Postkarte :-). Einsendungen werden bis einschließlich 25.03. akzeptiert! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die Verwendung von illegalen Hilfsmitteln wie wetter.com ist untersagt! Lösungen werden nur mit vollständigem Lösungsweg akzeptiert. Mit Abgabe einer Lösung stimmen Sie ausdrücklich der Veröffentlichung auf dieser Website zu!

Mit dem Taxi geht's in unsere billige Absteige:

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Als erste Amtshandlung spring ich gleich mal ins nächtliche Meer. Wir sind ja schließlich nicht zum Vergnügen hier! ;). Ich stelle mich der Herausforderung eine frische Kokosnuss zu knacken - und schon nach 10 Minuten kommt die eigentliche Nuss zum Vorschein. Mmmhhh ... so kann man's aushalten :).  

Mittwoch, 19.03.08: Heeeeyyy, ab in den Süüüüden ... :-)

Endlich ist es so weit! Moorea, wir kommen! Allerdings auf Umwegen. Ist doch ne ziemlich lange Strecke von good old München auf die andere Seite der Welt. Erstmal Zwischenstopp in ...

... Preisfrage: Wo sind wir?! ;-). Erinnert ihr euch an das Bildchen vom Airport in Delhi? Also, etwas Ähnlichkeit lässt sich da nicht leugnen. Anyway, wir sind in LA, der Stadt von Stars und Sternchen und von zigtausenden Billigjob-Mexikanern angekommen. Den heutigen Air-Tahiti-Nui Flieger haben wir noch starten sehen - direkt vor der Nase unseres Airbus A340-600. Anscheinend gilt auf dem Flugfeld nicht rechts vor links, sonst hätt's gekracht ;-). Mit 15 °C ist LA schon ein ganzes Stück wärmer als München, aber wenn man innerlich schon auf Tropen eingestellt ist, kann das doch ziemlich kalt sein. Naja, ist ja nur für eine Nacht. Morgen geht's weiter!

Ach ja: Komische Flieger haben die da am Airport in LA ;-)

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P.S. An die Amerikanischen Behörden: Es ist purer Zufall, dass wir am Airport in LA ein UFO fotografiert haben. Wir haben nichts damit zu tun! Wir würden niemals in einer Sicherheitszone fliegen (Was nicht zwingend für unsere Mitarbeiter gilt *einemunbekanntendrittenzuzwinker* ;-) )!! Was ist überhaupt ein UFO? Und was ist das für ein komisches Ding auf dem Foto? Wo sind wir überhaupt?

P.P.S. Wir haben nie behauptet, dass die Fotos echt sind ;-)

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